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Die Reihe Literarische Alphabete wird gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank und der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz.

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Dienstag, den 6. September 2016, 20 Uhr im Landhaus Dresden (Stadtmuseum, Städtische Galerie), Wilsdruffer Str. 2
Lesungen im Landhaus
LITERARISCHE ALPHABETE
Wahid Nader (Syrien/Magdeburg) liest Gedichte und Übersetzungen und spricht mit Patrick Beck über das Leben als Dichter mit zwei Heimaten.
(Foto: Ulli Lücke)
Wahid Nader
Wahid Nader bezeichnet sowohl die arabische wie auch die deutsche Sprache als seine Heimat, ebenso sind Tartous in Syrien und Magdeburg seine Heimatstädte. Sein Leben spiegelt sich in seinen Gedichten, in denen er Ankunft in einer neuen Heimat, Sehnsucht nach der alten Heimat und Trennung thematisiert. Außerdem schreibt er politische Gedichte, etwa die Verse: "Bei meiner Entlassung / öffneten sie den Käfig / und haben meinen Mund verriegelt."
Wahid Nader wurde 1955 in Syrien geboren. Er studierte zunächst in Homs/Syrien, dann in Magdeburg Chemie, Maschinenbau und Tribotechnik. Er lehrte später u. a. Geschichte der Technik am Institut für Geschichte der arabischen Wissenschaften an der Universität von Aleppo in Syrien. Seit 1995 lebt er als Autor, Übersetzer und Wissenschaftler in Magdeburg. Er schreibt Gedichte in Arabisch und Deutsch. Zuletzt veröffentlichte er die Gedichtbnnde "Ich weide Sterne auf trunkener Nacht", und "Verbrennung der Myrte". Außerdem übersetzte er Faraj Bayrakdars Gedichtband "Spiegel der Abwesenheit" aus dem Arabischen. Faraj Bayrakdars war 13 Jahre in einem syrischen Gefängnis inhaftiert, seine Gedichte wurden auf Zigarettenpapier nach draußen geschmuggelt. Heute Abend wird Wahid Nader sowohl eigene Gedichte lesen als auch seine Übersetzungen von Faraj Bayrakdar vorstellen.

Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit den Museen der Stadt Dresden.
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank, der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz.
Lesung und Gespräch auf Arabisch und Deutsch.
Anreise: Linien 1, 2, 3, 4, 7, 12, 62, 75 Pirnaischer Platz
Die Lesung ist barrierefrei zugänglich.
Eintritt: 7 Euro / 3 Euro. Frei für Jahreskarteninhaber der Museen der Stadt Dresden,

 

Dienstag, den 13. September 2016, 20 Uhr im Landhaus Dresden (Stadtmuseum, Städtische Galerie), Wilsdruffer Str. 2
Lesungen im Landhaus
Köln an der Elbe
Mit den Kölner AutorInnen Lütfiye Güzel, Christoph Danne, Adrian Kasnitz und Christoph Wenzel
Literaturklub Köln
Das Literaturforum Dresden trifft den Literaturklub Köln! Der Literaturklub Köln ist eine feste Institution in Nordrhein-Westfalen. Im Rahmen einen Autorenaustauschs reisen vier AutorInnen aus Köln nach Dresden und vier AutorInnen aus Dresden nach Köln. Köln ist eine katholische Stadt nahe der belgischen, holländischen und luxemburgischen Grenze, Dresden hingegen eine säkularisierte Stadt unweit von Tschechien und Polen. Die Unterschiede könnten nicht größer sein. Doch durch beide Städte fließt ein Strom von europäischer Bedeutung: in Köln der Rhein, in Dresden die Elbe. Ist Kölner Literatur anders als die Literatur aus Dresden?
Lütfiye Güzel wurde 1972 in Duisburg geboren. Das LehmbruckMuseum schrieb über sie: "Hier ist jemand der die eigene Wahrheit gelassen ausspricht, auch wenn sie bitter ist." Christoph Danne wurde 1976 in Bonn geboren. "Der Autor hält fast immer ein leises Bild in der nur leicht geöffneten Hand, reicht es herum und zeigt es in neuem, anderen, vor allem: überraschenden Licht." (Arndt Kremer, Fixpoetry). Adrian Kasnitz wurde 1974 in Orneta/Polen geboren. Ein poetisches Langzeit-Projekt von ihm ist das Kalendarium. Es beschreibt 365 Tage in 365 Gedichten. Christoph Wenzel wurde 1979 in Hamm geboren. Über ihn schrieb Thomas Wohlfahrt: "Und wie ein ,Lidschluss' Erinnerungen auf die Linse des Auges projiziert, fängt er mit Sprachfindungen ein, was dem bloßen Betrachter öde und fad erscheinen mag."
Die Lesung moderiert der Dresdner Autor Patrick Wilden.
Und wer zufällig gerade am Vorabend in Köln ist, der kann die Dresdner AutorInnen Kerstin Becker, Undine Materni, Patrick Beck und Patrick Wilden im Literaturklub Köln erleben. Dort heißt es: "Dresden am Rhein".

Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit den Museen der Stadt Dresden und dem Literaturklub Köln.
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz.
Anreise: Linien 1, 2, 3, 4, 7, 12, 62, 75 Pirnaischer Platz
Die Lesung ist barrierefrei zugänglich.
Eintritt: 6 Euro / 4 Euro. Frei für Jahreskarteninhaber der Museen der Stadt Dresden,

 

Dienstag, den 27. September 2016, 20 Uhr im Deutschen Hygiene-Museum Dresden, Lingnerplatz 1
LITERARISCHE ALPHABETE
Der ungarische Philosoph Mihály Vajda spricht mit dem Dresdner Autor Patrick Beck über die Gespenster unserer Geschichte.
(Foto: Passagen Verlag)
Mihaly Vajda Der 1935 in Budapest geborene Mihály Vajda überlebte als Sohn assimilierter Juden den Holocaust in Budapest. Dort studierte er zunächst Chemie, dann Marxismus und schließlich Philosophie. Ende der 1950er-Jahre gehörte er zum engen Kreis um Georg Lukács. In den 1970er-Jahren erhielt er als ideologischer Abweichler Unterrichts- und Publikationsverbot. Nach Gastprofessuren in Deutschland und den USA wurde er 1989 in Ungarn offiziell rehabilitiert und zum Mitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften ernannt.
In seinem Buch "Meine Gespenster"(Passagen Verlag, Wien, 2016) konfrontiert Mihály Vajda den Leser mit den Gespenstern unserer kollektiven Geschichte. Bei Marx sind es Gespenster, bei Hegel und Heidegger der Geist. "Leben heißt Ringen mit den Gespenstern." Welt ist immer geistige Welt. "Wir können die Geister unserer Ahnen, den Geist unserer Kultur nicht wegwerfen, wir müssen sie akzeptieren. "Wir können nicht nur wir selbst sein. Unser Selbst ist auch ein anderes. Wir müssen das Andere, die Gespenster, in uns tragen." Dabei fragt Mihály Vajda u. a.: Was ist das, jüdisch, und wer ist ein Jude? Was ist Wahrheit? Wozu Denker?

Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit dem Deutschen Hygiene-Museum Dresden.
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank, der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz.
Lesung und Gespräch auf Deutsch.
Anreise: Linie 10, 13 Großer Garten, Linie 1, 2, 4, 12 Deutsches Hygiene-Museum
Die Lesung ist barrierefrei zugänglich.
Eintritt: 7 Euro / 3 Euro. Frei für Jahreskarteninhaber des DHMD,

 

Dienstag, den 1. November 2016, 20 Uhr im Landhaus Dresden (Stadtmuseum, Städtische Galerie), Wilsdruffer Str. 2
Lesungen im Landhaus
LITERARISCHE ALPHABETE
Katerina Rudcenkova (Prag) liest im Rahmen der Tschechisch-Deutschen Kulturtage aus ihrem zweisprachigen Gedichtband "...nicht nötig, mich zu besuchen /...neni nutné, abyste me navStevoval" und neue Texte.
(Foto: Adam Hlavac)
Katerina Rudcenkova "Ja, ich wohne in einem Klavier, / aber nicht nötig, / mich zu besuchen." So lakonisch und knapp können die Gedichte der 1976 in Prag geborenen Dichterin, Erzählerin und Dramatikerin Katerina Rudcenkova sein. So trotzig, sehnsüchtig, vieldeutig. Denn man weiß es: in jedem Nein kann ein zurückgehaltenes Ja stecken. Ob sich die Person in ihrem kurzen Gedicht nicht doch wünscht, an ihrem ungewöhnlichen Wohnort besucht zu werden? Und wie lebt es sich in einem Klavier?
Katerina Rudcenkova¡ versteht es, in knapper Sprache einen weiten Raum zu öffnen. Die große Sehnsucht verbirgt sich bei ihr zwischen den Zeilen, im Unausgesprochenen. Ob sie sich wünscht, die Dichterin Anna Achmatova möge aus einem Bild zu ihr herabsteigen oder ein Geliebter sie abends "im glühenden Licht" umarmen, stets lotet ihre Poesie die Abstände zwischen heftigster Nähe und den Abgründen der Einsamkeit aus.

Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit den Museen der Stadt Dresden.
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank, der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz.
Lesung und Gespräch auf Deutsch und Tschechisch. Dolmetscherin: Jana Krötzsch.
Anreise: Linien 1, 2, 3, 4, 7, 12, 62, 75 Pirnaischer Platz
Die Lesung ist barrierefrei zugänglich.
Eintritt: 7 Euro / 3 Euro. Frei für Jahreskarteninhaber der Museen der Stadt Dresden,