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Die Reihe Literarische Alphabete wird gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz. Die Veranstaltung am 24. April wird außerdem gefördert von der Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung. .

Die Veranstaltung am 10. Mai wird außerdem gefördert von der Robert Bosch Stiftung.

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Montag, den 24. April 2017, 20 Uhr im Landhaus Dresden (Stadtmuseum, Städtische Galerie), Wilsdruffer Str. 2
Lesungen im Landhaus
LITERARISCHE ALPHABETE
Der Schweizer Autor Arno Camenisch liest Prosa und Gedichte.
Mit dem Buch "Sez Ner" wurde der Schweizer Schriftsteller Arno Camenisch bekannt. Auf der Alp Stavonas an der Flanke des Piz Sezner leben der Senn, der Zusenn und zwei Hirten für einen Sommer. Es sind kurze Fragmente, ein Puzzle, das sich beim Lesen nach und nach zu einem Bild des Lebens auf der Alp zusammensetzt. Neben den Älplern, den Kühen, Schweinen, Hunden und der Ziege begegnet man Bauern, dem Milchmesser und dem Fabelwesen Fazandin, sowie gelegentlich wie Erscheinungen vorüberziehenden Touristen: "Die Ziege steht auf dem Brunnenrand, die Touristen fotografieren. Die Ziege trinkt, die Touristen fotografieren." Die Welt auf der Alp ist eine unmittelbare, ungefilterte, ganz direkte Welt, in der jedes Ding das ist, was es ist. Es gibt nichts anderes.
Zuletzt erschienen von Arno Camenisch der "Die Kur" und der Kurzgeschichtenband "Die Launen des Tages". In "Die Kur" verschlägt es älteres Ehepaar wegen eines Gewinns für ein paar Tage in ein Fünf-Sterne-Luxushotel. Während sie ihre Sehnsüchte wieder aufleben spürt, fühlt er sich wie auf dem letzten Gang. "Die Launen des Tages" enthält 22 Kurzgeschichten: Begegnungen machen das Leben aus, und es ist die Liebe, die es am Laufen erhält (Klappentext).
Arno Camenisch wurde 1978 in Danis-Tavanasa in Graubünden geboren. Zunächst absolvierte er ein Lehrerstudium, später studierte er am Schweizerischen Literaturinstitu in Biel. Er schreibt auf Rätoromanisch und Deutsch. Sein Werke wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem dem Schweizer Literaturpreis.

Eintritt: 6 / 4 Euro.
Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit den Museen der Stadt Dresden.
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz und der Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung.
Lesung und Gespräch auf Deutsch.
Anreise: Linien 1, 2, 3, 4, 7, 12, 62, 75 Pirnaischer Platz
Die Lesung ist barrierefrei zugänglich.

 

Donnerstag, den 27. April 2017, 20 Uhr im Landhaus Dresden (Stadtmuseum, Städtische Galerie), Wilsdruffer Str. 2
Lesungen im Landhaus
LITERARISCHE ALPHABETE: Passagen Gespräch mit Alain Badiou
Im ersten Dresdner Passagen Gespräch diskutieren der Philosoph Alain Badiou und Passagen Verleger Peter Engelmann über Strategien politischer Intervention.
In der aktuellen Situation, in der die sozialen Unterschiede immer größer werden, in der Europa zu zerfallen droht und die Krise der parlamentarischen Demokratien die Menschen immer mehr den populistischen Parteien in die Hände treibt, ist es unumgänglich eine politische Alternative zu entwickeln. Das sagt zumindest Alain Badiou, für den diese Alternative zum globalisierten Kapitalismus nur in der Erneuerung der Idee des Kommunismus bestehen kann. Dass bei dieser Wiedererweckung des kommunistischen Gespenstes auch Vorsicht geboten ist, weiß Verleger Peter Engelmann, dem die Repressionen totalitärer sozialistischer Regime nicht nur aus der Theorie vertraut sind. Im kontroversen Gespräch diskutieren die beiden über die Ursachen von Armut, Migration und Terrorismus und über mögliche Lösungsansätze. Dabei stellt sich die Frage, inwiefern die Philosophie angesichts der drängenden Probleme der Gegenwart ein Umdenken ermöglichen könnte, das den ersten Schritt zu einem radikalen Bruch mit der Logik der gegenwärtigen Welt darstellt.
Alain Badiou ist Philosoph, politischer Aktivist, Mathematiker und Literat. Er zählt zu den bedeutendsten und meist diskutierten philosophisch-politischen Denkern der Gegenwart und ist Verfechter der Idee des Kommunismus. Alain Badiou leitete die philosophische Fakultät der École normale supérieure in Paris.
Peter Engelmann ist Verleger, Philosoph und Herausgeber zahlreicher Texte der französischen Philosophen der Postmoderne und Dekonstruktion.

Eintritt: 10 / 8 Euro.
Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit den Museen der Stadt Dresden und dem Passagen Verlag Wien.
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz.
Gespräch auf Französisch und Deutsch. Dolmetscher: Ralf Tauchmann.
Anreise: Linien 1, 2, 3, 4, 7, 12, 62, 75 Pirnaischer Platz
Die Lesung ist barrierefrei zugänglich.

 

Mittwoch, den 10. Mai 2017, 19 Uhr im Deutschen Hygiene-Museum Dresden, Lingnerplatz 1
LITERARISCHE ALPHABETE
Die japanisch-deutsche Autorin Yoko Tawada liest aus ihrem Buch "Ein Balkonplatz für flüchtige Abende" (konkursbuch Verlag, 2016) und dem Essayband "akzentfrei".
Yoko Tawada wurde als Tochter eines Buchhändlers in Tokio geboren, sie studierte zuerst in Japan, später in Hamburg Neuere Deutsche Literaturwissenschaft. Ihre Gedichte, Romane und Essays schreibt sie auf Deutsch und Japanisch. Einflüsse der einen gehen oft in die andere Sprache über: "Den Klang-, Schrift- und Sprachbildern, denen die Schreibende auf ihren Übergängen zwischen verschiedenen Schriftordnungen begegnet, entlockt ihr studierendes Schreiben eine Fülle an Beobachtungen", schreibt dazu die Literaturwissenschaftlerin Siegrid Weigel. Das Buch mit dem Titel "Tawada von zwei Seiten - Eine Dialektüre in Stichworten", welches als eine Art "Tawada-Glossar" gesehen werden kann, gibt Auskunft über die Begriffe und Themen, die sich wie ein roter Faden durch das Werk der Autorin ziehen: Auge, Asien, Finger, Fisch, Haut, Ohr, Schriftzeichen, Stein, Stimme, Tier und Zunge. Auch auf das Motiv des Dolmetschers / Übersetzers wird hingewiesen.
In ihrem Essayband "akzentfrei" beschäftigt sich Tawada mit den kreativen Aspekten des Akzents: "Der Akzent bringt unerwartet zwei Wörter zusammen, die normalerweise nicht ähnlich klingen. In meinem Akzent hören sich die Zelle und die Seele ähnlich an", so Tawada.
Yoko Tawadas Werk wurde mit zahlreichen Literaturpreisen gewürdigt, u.a. soeben, 2016, mit dem renommierten Kleist-Preis. Tawada lebt heute in Hamburg.

Eintritt: 7 / 3 Euro.

Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit dem Deutschen Hygienemuseum Dresden.
Gefördert von der Robert Bosch Stiftung, der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz.
Lesung und Gespräch auf Deutsch.
Anreise: Linien 10, 13 Georg-Arnold-Bad, Linie 1, 2, 4, 12 Deutsches Hygiene-Museum
Die Lesung ist barrierefrei zugänglich.