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Die Reihe Literarische Alphabete wird gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz. Die Veranstaltung am 24. April wird außerdem gefördert von der Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung. Die Veranstaltung am 28. April wird zusätzlich gefördert von Institut Français und "Frankfurt auf Französisch".

Die Veranstaltung am 10. Mai wird außerdem gefördert von der Robert Bosch Stiftung.

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Dienstag, den 26. September 2017, 20 Uhr im Landhaus Dresden (Stadtmuseum, Städtische Galerie), Wilsdruffer Str. 2
Lesungen im Landhaus
LITERARISCHE ALPHABETE
Der Pariser Autor Habib Tengour liest Prosa und Gedichte.
Habib Tengour Seine ersten Schreibversuche fanden in den rumpelnden Vorortzügen der Pariser 60er Jahre statt: die Literaturkritik bescheinigte ihm fortan eine "moderne Nomadenpoetik mit melancholisch-ironischem Unterton". Der 1947 in der westalgerischen Hafenstadt Mostaganem geborene Habib Tengour ist ein Chronist des Lebens zwischen den Welten, den Sprachen, den Kulturen. Im Brotberuf war der studierte Soziologe lange Zeit Maitre de Conférence für Ethnologie und Soziologie an den Universitäten von Paris und Evry. Schon als 29jähriger konstatierte er: "Das Exil ist mein Beruf, ihn zu wechseln ist hart." Heute gilt er als einer der bedeutendsten Schriftsteller des Maghreb. Schreiben, so Tengour, sei für ihn "ein Akt der Entschleierung, das, was die Mystiker (sein Geburtsort Mostaganem galt als Mekka der Sufi-Mystik) kashf al-asrar nennen, das "Enthüllen von Geheimnissen" und der visionäre Vorgriff auf künftige Ereignisse. Zum Œuvre Habib Tengours zählen elf Gedichtbände und mehrere Romane, auf Deutsch sind u.a. der zweisprachige Lyrikband "Seelenperlmutt" und der Roman "Der Fisch des Moses" erschienen. Im Roman "Der Fisch des Moses" geht Habib Tengour am Beispiel dreier Algerier unter anderem der Frage nach, was junge Araber veranlasst, als Mudschaheddin in den Kampf zu ziehen.
Sein neuester Gedichtband "Übers Meer - Poem mediterran" ist ein für Habib Tengour ganz zentraler Text aus einer Reihe auto­bio­gra­phisch inspi­rierter Lang­ge­dichte, die den Autor seit Jahr­zehnten begleiten.
›Grenz­über­sch­rei­tung‹ ist das Stich­wort schlechthin für einen Autor wie Tengour, dessen écri­ture sich, nach­ge­rade proto­ty­pisch für post­ko­lo­niales Schreiben, aus diver­gie­renden Quellen speist. Als poly­phone Geschichte multi­pler Querungen des Mittel­meers, von den Grie­chen, Phön­i­ziern und Arabern der Antike bis hin zu den Emigranten und Flücht­lingen der Gegen­wart, im Tangieren und Anzi­tieren viel­fäl­tiger Diskurse, Über­lie­fe­rungs­stränge und Erzähl­tra­di­tionen des Mittel­meer­raums, von Hera­klit und Homer zu Seferis, Camus und Rimbaud, in kriti­scher Dekon­struk­tion magh­re­bi­ni­scher Volks­le­genden, Migran­ten­viten und der münd­li­chen alge­ri­schen Über­lie­fe­rung, ist Übers Meer ein quick­le­ben­diges Beispiel für den Einschluss des Fremden ins Eigene, des Eigenen aber auch ins Fremde: dank der Alchimie des Worts. (Verlagstext)
Habib Tengour lebt heute wieder in Paris.
Dolmetscher: Ralf Tauchmann.
Eintritt: 6 / 4 Euro.
Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit den Museen der Stadt Dresden.
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz. Lesung und Gespräch auf Deutsch.
Anreise: Linien 1, 2, 3, 4, 7, 12, 62, 75 Pirnaischer Platz
Die Lesung ist barrierefrei zugänglich.

 

Donenrstag, den 26. Oktober 2017, 20 Uhr im Landhaus Dresden (Stadtmuseum, Städtische Galerie), Wilsdruffer Str. 2
Lesungen im Landhaus
LITERARISCHE ALPHABETE
Valeri Scherstjanoi (Berlin) liest aus "Mein Futurismus".
valeri scherstjanoi 1979 zog der 1950 im kasachischen Sagiz geborene Schriftsteller Valeri Scherstjanoi in die DDR. Sein ganzes Leben hat er einer Sache gewidmet: dem russischen Futurismus. Erste Auftritte hatte er in den 80er Jahren in der Karl-Marx-Städter Galerie "oben", in dieser Zeit arbeitete er auch mit Rudolf Mayer vom Dresdner "Verlag der Kunst" und mit Carlfriedrich Claus (damals Annaberg-Buchholz) an futuristischen Projekten. In Dresden wird Scherstjanoi sein unlängst im Verlag Matthes & Seitz erschienenes Buch "Mein Futurismus" vorstellen und mit dem Autor Patrick Beck über sein Lebenswerk sprechen.
Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit den Museen der Stadt Dresden.
Eintritt: 6 / 4 Euro.
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz. Lesung und Gespräch auf Deutsch.
Anreise: Linien 1, 2, 3, 4, 7, 12, 62, 75 Pirnaischer Platz
Die Lesung ist barrierefrei zugänglich.