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Die Reihe Literarische Alphabete wird gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz. Die Veranstaltung am 24. April wird außerdem gefördert von der Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung. Die Veranstaltung am 28. April wird zusätzlich gefördert von Institut Français und "Frankfurt auf Französisch".

Die Veranstaltung am 10. Mai wird außerdem gefördert von der Robert Bosch Stiftung.

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Achtung! Bedauerlicherweise muss das für Freitag, den 28. April geplante Passagen-Gespräch mit Alain Badiou aus Krankheitsgründen auf Herbst 2017 verschoben werden.
Lesungen im Landhaus
LITERARISCHE ALPHABETE: Passagen Gespräch mit Alain Badiou
Im ersten Dresdner Passagen Gespräch diskutieren der Philosoph Alain Badiou und Passagen Verleger Peter Engelmann über Strategien politischer Intervention.
In der aktuellen Situation, in der die sozialen Unterschiede immer größer werden, in der Europa zu zerfallen droht und die Krise der parlamentarischen Demokratien die Menschen immer mehr den populistischen Parteien in die Hände treibt, ist es unumgänglich eine politische Alternative zu entwickeln. Das sagt zumindest Alain Badiou, für den diese Alternative zum globalisierten Kapitalismus nur in der Erneuerung der Idee des Kommunismus bestehen kann. Dass bei dieser Wiedererweckung des kommunistischen Gespenstes auch Vorsicht geboten ist, weiß Verleger Peter Engelmann, dem die Repressionen totalitärer sozialistischer Regime nicht nur aus der Theorie vertraut sind. Im kontroversen Gespräch diskutieren die beiden über die Ursachen von Armut, Migration und Terrorismus und über mögliche Lösungsansätze. Dabei stellt sich die Frage, inwiefern die Philosophie angesichts der drängenden Probleme der Gegenwart ein Umdenken ermöglichen könnte, das den ersten Schritt zu einem radikalen Bruch mit der Logik der gegenwärtigen Welt darstellt.
Alain Badiou ist Philosoph, politischer Aktivist, Mathematiker und Literat. Er zählt zu den bedeutendsten und meist diskutierten philosophisch-politischen Denkern der Gegenwart und ist Verfechter der Idee des Kommunismus. Alain Badiou leitete die philosophische Fakultät der École normale supérieure in Paris.
Peter Engelmann ist Verleger, Philosoph und Herausgeber zahlreicher Texte der französischen Philosophen der Postmoderne und Dekonstruktion.
Eintritt: 10 / 8 Euro.
Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit den Museen der Stadt Dresden und dem Passagen Verlag Wien.
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz. Die Veranstaltung wird zusätzlich gefördert von Institut Français und "Frankfurt auf Französisch".
Gespräch auf Französisch und Deutsch. Dolmetscher: Ralf Tauchmann.
Anreise: Linien 1, 2, 3, 4, 7, 12, 62, 75 Pirnaischer Platz
Die Lesung ist barrierefrei zugänglich.

 

Mittwoch, den 10. Mai 2017, 19 Uhr im Deutschen Hygiene-Museum Dresden, Lingnerplatz 1
LITERARISCHE ALPHABETE
Die japanisch-deutsche Autorin Yoko Tawada liest aus ihrem Buch "Ein Balkonplatz für flüchtige Abende" (konkursbuch Verlag, 2016) und dem Essayband "akzentfrei".
Yoko Tawada wurde als Tochter eines Buchhändlers in Tokio geboren, sie studierte zuerst in Japan, später in Hamburg Neuere Deutsche Literaturwissenschaft. Ihre Gedichte, Romane und Essays schreibt sie auf Deutsch und Japanisch. Einflüsse der einen gehen oft in die andere Sprache über: "Den Klang-, Schrift- und Sprachbildern, denen die Schreibende auf ihren Übergängen zwischen verschiedenen Schriftordnungen begegnet, entlockt ihr studierendes Schreiben eine Fülle an Beobachtungen", schreibt dazu die Literaturwissenschaftlerin Siegrid Weigel. Das Buch mit dem Titel "Tawada von zwei Seiten - Eine Dialektüre in Stichworten", welches als eine Art "Tawada-Glossar" gesehen werden kann, gibt Auskunft über die Begriffe und Themen, die sich wie ein roter Faden durch das Werk der Autorin ziehen: Auge, Asien, Finger, Fisch, Haut, Ohr, Schriftzeichen, Stein, Stimme, Tier und Zunge. Auch auf das Motiv des Dolmetschers / Übersetzers wird hingewiesen.
In ihrem Essayband "akzentfrei" beschäftigt sich Tawada mit den kreativen Aspekten des Akzents: "Der Akzent bringt unerwartet zwei Wörter zusammen, die normalerweise nicht ähnlich klingen. In meinem Akzent hören sich die Zelle und die Seele ähnlich an", so Tawada.
Yoko Tawadas Werk wurde mit zahlreichen Literaturpreisen gewürdigt, u.a. soeben, 2016, mit dem renommierten Kleist-Preis. Tawada lebt heute in Hamburg.
Eintritt: 7 / 3 Euro.
Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit dem Deutschen Hygienemuseum Dresden.
Gefördert von der Robert Bosch Stiftung, der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz.
Lesung und Gespräch auf Deutsch.
Anreise: Linien 10, 13 Georg-Arnold-Bad, Linie 1, 2, 4, 12 Deutsches Hygiene-Museum
Die Lesung ist barrierefrei zugänglich.

 

Dienstag, den 23. Mai 2017, 19 Uhr im Japanischen Palais, Palaisplatz 11, 1. Etage
Der deutsch-arabische Lyrik-Salon
Verständigung und Versöhnung werden in einer Welt zunehmender Konfrontation immer wichtiger. Aufgrund ihrer Universalität und der Sinnlichkeit ihrer Metaphern ist die Sprache der Poesie in der Lage, einen lebendigen Dialog zwischen den Kulturen zu stiften. Der von dem deutschsprachigen, aus Syrien stammenden Dichter und bildenden Künstler Fouad EL-Auwad ins Leben gerufene und von ihm seit 2005 jährlich organisierte deutsch-arabische Lyrik-Salon soll ein Beispiel dafür sein. Er schafft Jahr für Jahr für die Möglichkeit, dass sich die Kulturen auf literarischer Ebene begegnen und eine neue Brücke zwischen der arabischen und der europäischen Welt bauen.
Jetzt kommt der deutsch-arabische Lyrik-Salon nach Dresden. Es lesen: Undine Materni, Fouad EL-Auwad, Mohamad Alaaedin Abdul und Volker Sielaff. Ihre Gedichte sind jeweils in beiden Sprachen zu hören. Zwischen den Lesungen setzt der syrische Musiker Razgar Karim mit seiner Saz musikalische Zäsuren. Moderation: Patrick Beck.
Eigens für den Abend werden auch die Prolog-Ausstellung und das Damaskuszimmer geöffnet sein.
Fouad EL-Auwad, geb. 1965 in Damaskus (Syrien), lebt in München. Lyriker, Erzähler, bildender Künstler, Übersetzer, Publizist, Herausgeber sowie Initiator und Kurator des "Deutsch-Arabischen Lyriksalons".
Mohamad Alaaedin Abdul Moula, geb. 1965 in Homs (Syrien), veröffentlicht seit 1983 in Syrien Gedichte, Essays, Kindergeschichten, Kurzgeschichten und Forschungsarbeiten. Lebt seit Ende November 2015 als achter Hannah Arendt-Stipendiat für zwei Jahre in Hannover.
Undine Materni, geb. 1963 in Sangerhausen. Freie Autorin, Lektorin und Publizistin, u. a. bei der Sächsischen Zeitung. Letzte Veröffentlichung: "Das abwesende Haus meines Vaters"; Gedichte und Kurzprosa.
Volker Sielaff, geb. 1966 in Großröhrsdorf. Lebt als Autor in Dresden. Letzte Veröffentlichung: "Überall Welt"; ein Journal.
Eintritt; 5 Euro / 3 Euro.
Eine Veranstaltung der Kunstbibliothek der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden in Kooperation mit dem Literaturforum Dresden e.V.
Lesung und Gespräch auf Deutsch und Arabisch.

 

Dienstag, den 13. Juni 2017, 19 Uhr im Deutschen Hygiene-Museum Dresden, Lingnerplatz 1
LITERARISCHE ALPHABETE
Lesung und Gespräch mit Dana Ranga
Dana Ranga In "Wasserbuch", dem Debütband der 1964 in Bukarest geborenen Autorin Dana Ranga, sind ihre Gedichte Stationen einer Reise in die Tiefe der Ozeane. Auch in ihrem zweiten Band, "Hauthaus", geht es um verborgene Landschaften. Dieses Mal sind es allerdings subkutane: Das Herz, die Schilddrüse, die Leber oder der Magen sind die Protagonisten dieses Buches, sie werden befragt und untersucht. und doch unterscheidet sich Dana Rangas Blick von dem der Mediziner, fehlt jenen trotz Messer und Mikroskop doch der Sinn für die Bedeutung des Belebten: "sie zeichnen auf / sie knacken Zell-Codes / erfahrene Hacker der Lust / Diebe der Intimität / sie suchen das Leben mit dem Skalpell und triumphieren / bei jedem Examen / und doch wissen sie nichts über sich / über Schönheit und Liebe".
Dana Ranga studierte Medizin an der Universität Bukarest, später wechselte sie nach Berlin an die Freie Universität, wo sie Publizistik, Kunstgeschichte und Filmtheorie studierte. Dana Ranga arbeitet als Schriftstellerin und Filmemacherin in Berlin.
Eintritt: 7 / 3 Euro.
Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit dem Deutschen Hygienemuseum Dresden.
Gefördert von der Robert Bosch Stiftung, der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz.
Lesung und Gespräch auf Deutsch.
Anreise: Linien 10, 13 Georg-Arnold-Bad, Linie 1, 2, 4, 12 Deutsches Hygiene-Museum
Die Lesung ist barrierefrei zugänglich.

 

Donnerstag, den 29. Juni 2017, 20 Uhr im LeseGarten, Prießnitzstraße 56, Dresden
Bei schlechtem Wetter in der Buchhandlung LeseZeichen.
Sommerfest des Literaturforums:
Dennis Maloney (Big Sur, USA) und Tzveta Sofronieva (Berlin) in Lesung und Gespräch
Dennis Maloey Er ist ein "Poetry Publisher", in seinem 1973 gegründeten Verlag White Pine Press gibt er die Gedichtbände seiner Kollegen heraus, poetische Stimmen aus inzwischen über 30 Ländern. Manche von ihnen hat er selbst ins amerikanische Englisch übersetzt, mit viel Einfühlung, denn Dennis Maloney, der abwechselnd im kalifornischen Big Sur und in Buffalo (NY) lebt, ist selbst ein anerkannter Lyriker. "Diamanten der Alltäglichkeiten" nennt Jose F. A. Oliver die kristallklaren Verse Maloneys. Sein Gedichtzyklus "Inschrift" ist, wie große Teile seines Werks, von den östlichen Weisheitslehren geprägt, die kurzen Gedichte ähneln chinesischen Rollbildern: viel Raum, viel Intensität und eine Kraft, die aus der Akzeptanz der Leere kommt. Tzveta Sofronieva hat unter dem Titel "Empty Cup / Eine leere Tasse" (Verlag Hans Schiler) erstmals eine Auswahl aus dem breiten dichterischen Werk von Dennis Maloney ins Deutsche übertragen. Beim Sommerfest des Literaturforums Dresden lesen beide Gedichte und sprechen über Tempelglocken, Sterne in einem Teich und ihre poetische Korrespondenz zwischen Berlin und Big Sur.
Eintritt: Frei!
Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit der Buchhandlung LeseZeichen.
Lesung und Gespräch auf Deutsch und Englisch. Mit Übersetzung.