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Die Reihe Literarische Alphabete wird gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank und der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz.

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Dienstag, den 27. September 2016, 20 Uhr im Deutschen Hygiene-Museum Dresden, Lingnerplatz 1
LITERARISCHE ALPHABETE
Der ungarische Philosoph Mihály Vajda spricht mit dem Dresdner Autor Patrick Beck über die Gespenster unserer Geschichte.
(Foto: Passagen Verlag)
Mihaly Vajda Der 1935 in Budapest geborene Mihály Vajda überlebte als Sohn assimilierter Juden den Holocaust in Budapest. Dort studierte er zunächst Chemie, dann Marxismus und schließlich Philosophie. Ende der 1950er-Jahre gehörte er zum engen Kreis um Georg Lukács. In den 1970er-Jahren erhielt er als ideologischer Abweichler Unterrichts- und Publikationsverbot. Nach Gastprofessuren in Deutschland und den USA wurde er 1989 in Ungarn offiziell rehabilitiert und zum Mitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften ernannt.
In seinem Buch "Meine Gespenster"(Passagen Verlag, Wien, 2016) konfrontiert Mihály Vajda den Leser mit den Gespenstern unserer kollektiven Geschichte. Bei Marx sind es Gespenster, bei Hegel und Heidegger der Geist. "Leben heißt Ringen mit den Gespenstern." Welt ist immer geistige Welt. "Wir können die Geister unserer Ahnen, den Geist unserer Kultur nicht wegwerfen, wir müssen sie akzeptieren. "Wir können nicht nur wir selbst sein. Unser Selbst ist auch ein anderes. Wir müssen das Andere, die Gespenster, in uns tragen." Dabei fragt Mihály Vajda u. a.: Was ist das, jüdisch, und wer ist ein Jude? Was ist Wahrheit? Wozu Denker?

Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit dem Deutschen Hygiene-Museum Dresden.
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank, der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz.
Lesung und Gespräch auf Deutsch.
Anreise: Linie 10, 13 Großer Garten, Linie 1, 2, 4, 12 Deutsches Hygiene-Museum
Die Lesung ist barrierefrei zugänglich.
Eintritt: 7 Euro / 3 Euro. Frei für Jahreskarteninhaber des DHMD,

 

Dienstag, den 1. November 2016, 20 Uhr im Landhaus Dresden (Stadtmuseum, Städtische Galerie), Wilsdruffer Str. 2
Lesungen im Landhaus
LITERARISCHE ALPHABETE
Katerina Rudcenkova (Prag) liest im Rahmen der Tschechisch-Deutschen Kulturtage aus ihrem zweisprachigen Gedichtband "...nicht nötig, mich zu besuchen /...neni nutné, abyste me navStevoval" und neue Texte.
(Foto: Adam Hlavac)
Katerina Rudcenkova "Ja, ich wohne in einem Klavier, / aber nicht nötig, / mich zu besuchen." So lakonisch und knapp können die Gedichte der 1976 in Prag geborenen Dichterin, Erzählerin und Dramatikerin Katerina Rudcenkova sein. So trotzig, sehnsüchtig, vieldeutig. Denn man weiß es: in jedem Nein kann ein zurückgehaltenes Ja stecken. Ob sich die Person in ihrem kurzen Gedicht nicht doch wünscht, an ihrem ungewöhnlichen Wohnort besucht zu werden? Und wie lebt es sich in einem Klavier?
Katerina Rudcenkova¡ versteht es, in knapper Sprache einen weiten Raum zu öffnen. Die große Sehnsucht verbirgt sich bei ihr zwischen den Zeilen, im Unausgesprochenen. Ob sie sich wünscht, die Dichterin Anna Achmatova möge aus einem Bild zu ihr herabsteigen oder ein Geliebter sie abends "im glühenden Licht" umarmen, stets lotet ihre Poesie die Abstände zwischen heftigster Nähe und den Abgründen der Einsamkeit aus.

Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit den Museen der Stadt Dresden.
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank, der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz.
Lesung und Gespräch auf Deutsch und Tschechisch. Dolmetscherin: Jana Krötzsch.
Anreise: Linien 1, 2, 3, 4, 7, 12, 62, 75 Pirnaischer Platz
Die Lesung ist barrierefrei zugänglich.
Eintritt: 7 Euro / 3 Euro. Frei für Jahreskarteninhaber der Museen der Stadt Dresden,