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Die Reihe Literarische Alphabete wird gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz. Logo KSS
 

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Mittwoch, den 14. März 2018, 19 Uhr in der SLUB (Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden), Veranstaltungssaal, Zellescher Weg 18, Dresden
LITERARISCHE ALPHABETE
Passagen Gespräche: Forum für neues politisches Denken
Alain Badiou im Gespräch mit Peter Engelmann
Alain Badiou In der aktuellen Situation, in der die sozialen Unterschiede immer größer werden, in der Europa zu zerfallen droht und die Krise der parlamentarischen Demokratien die Menschen immer mehr den populistischen Parteien in die Hände treibt, fragen wir nach gesellschaftlichen Alternativen jenseits der etablierten politischen Programme und Institutionen. Peter Engelmann spricht mit dem französischen Philosophen Alain Badiou über die Ursachen von Armut, Migration, Terrorismus und den wiedererwachenden Nationalismus in Europa. Im Mittelpunkt der Diskussion steht Alain Badious Lösungsvorschlag und damit die Bedeutung der Philosophie für ein Umdenken und einen radikalen Bruch mit der Logik der gegenwärtigen Welt.
Alain Badiou ist Philosoph, politischer Aktivist, Mathematiker und Literat. Er zählt zu den bedeutendsten und meist diskutierten philosophisch-politischen Denkern der Gegenwart und ist Verfechter der Idee des Kommunismus. Alain Badiou leitete die philosophische Fakultät der École normale supérieure in Paris.
Peter Engelmann ist Verleger, Philosoph und Herausgeber zahlreicher Texte der französischen Philosophen der Postmoderne und Dekonstruktion.
Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden und dem Passagen Verlag Wien.
Gefördert von der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz und durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.
Gespräch auf Französisch und Deutsch. Dolmetscher: Ralf Tauchmann.
Eintritt: 8 Euro / ermäßigt 5 Euro.
Anreise: 61 (Haltestelle Staats- und Universitätsbibliothek), Linie 66 (Haltestelle Technische Universität/Fritz-Foerster- Platz), Linie 11 (Haltestelle Zellescher Weg). Die Lesung ist barrierefrei zugänglich.
Die Lesung ist barrierefrei zugänglich.

 

Donnerstag, den 26. April 2018, 19 Uhr im Deutschen Hygiene-Museum Dresden, Lingnerplatz 1
LITERARISCHE ALPHABETE
Bachtyar Ali liest aus seinem Roman "Die Stadt der weißen Musiker"
Im Herbst 2017 erhielt der irakisch-kurdische Schriftsteller Bachtyar Ali den Nelly-Sachs-Literaturpreis der Stadt Dortmund. Seine beiden Romane, "Der letzte Granatapfel" und "Die Stadt der weißen Musiker", auf Deutsch im Unionsverlag Zürich erschienen, erinnern an die große orientalische Erzähltradition und schildern auf hochpoetische Weise eine unbekannte Welt: das Schicksal der irakischen Kurden. Bachtyar Ali wurde 1966 in Sulaimaniya (Nordirak) geboren. 1983 geriet er durch sein Engagement in den Studentenprotesten in Konflikt mit der Diktatur Saddam Husseins. Er brach sein Geologie-Studium ab, um sich fortan der Poesie zu widmen. Sein erster Gedichtband, "Sünde und Karneval", erschien 1992. Nun ist der Autor erstmals in Dresden zu Gast und wird aus seinem frisch ins Deutsche übersetzten Roman "Die Stadt der weißen Musiker" lesen und mit Patrick Beck über den allgegenwärtigen Tod und die ungeahnte Rettung durch die Kunst sprechen. 
Als man dem kleinen Dschaladat die Flöte zum ersten Mal in die Hand drückt, entlockt er ihr sofort Klänge, die alle verzaubern. Der alte Sufi Ishaki Lewzerin nimmt ihn und seinen Freund in die Berge mit, um sein geheimes Wissen weiterzugeben. Als der Krieg und die Bombardements beginnen, wandern die drei Flötisten von Dorf zu Dorf. In einer riesigen, namenlosen Stadt der Bordelle muss Dschaladat in einer Tanzkapelle seine ganze Kunst des Flötenspiels wieder verlernen, um nicht aufzufallen. Das rätselhafte Mädchen Dalia beschützt ihn, weiht ihn ein in ihre Geheimnisse und führt ihn auf einen Weg in die Tiefen seines Landes, der unsere Vorstellungskraft übersteigt.
Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit dem Deutschen Hygienemuseum Dresden.
Eintritt: 6 Euro / erm. 4 Euro
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz.
Lesung und Gespräch auf Kurdisch und Deutsch.
Anreise: Linien 10, 13 Georg-Arnold-Bad, Linie 1, 2, 4, 12 Deutsches Hygiene-Museum
Die Lesung ist barrierefrei zugänglich.

 

Donnerstag, den 14. Juni 2018, 20 Uhr im Landhaus Dresden (Stadtmuseum, Städtische Galerie), Wilsdruffer Str. 2
Lesungen im Landhaus
LITERARISCHE ALPHABETE
Kathy Zarnegin liest aus Ihrem Roman "Chaya" und Gedichte.
Ende der 70er Jahre ist Kathy Zarnegin als Teenagerin aus Teheran in die Schweiz gekommen, genauso wie die selbstbewußte und schlagfertige Chaya, Heldin ihres gleichnamigen Romans, der von einem jungen Mädchen handelt, das beschließt, Schriftstellerin zu werden. Es geht darin auch um die plötzliche Versetzung eines Menschen von einer Sprachwelt in eine andere, um Entwurzelung und Einwurzelung am neuen Ort, in der neuen Sprache.
Vierzehn war sie, als die Autorin bei einem Onkel in der Schweiz ankam. Im Persien des Reza Schah Pahlevi wurde die jüdische Familie Zarnegin geduldet, geriet aber in Bedrängnis, als das Regime des Schahs 1978 zerfiel und sich eine islamische Republik zu formieren begann. Es geht in dem Buch auch um das Vertrauen in d ie Zauberkraft der Dichtung. Das Deutsche als „ihre Literatursprache“ zu wählen, war für Kathy Zarnegin eine bewußte Entscheidung. Deutsch schreibt sie seither auch ihre Gedichte, die neben der Prosa gleichwertig bestehen. Zarnegins dichterische Sprache ist von großer Sinnlichkeit. „Skeptische Schöpfungslieder“, in denen es „um die Zerreißroben der Sprache wie der Seele“ gehe, nannte der Literaturkritiker Michael Braun Zarnegins Gedichte.
Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit den Museen der Stadt Dresden.
Eintritt: 6 / 4 Euro.
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz.
Lesung und Gespräch auf Deutsch.
Anreise: Linien 1, 2, 3, 4, 7, 12, 62, 75 Pirnaischer Platz
Die Lesung ist barrierefrei zugänglich.