Literaturforum
Dresden e. V.

Veranstaltungen

Archiv

Literaturforum

Links

Fördern

Impressum / Datenschutz

 

Vergangene Veranstaltungen des Literaturforums Dresden e. V.

2018


Donnerstag, den 26. April 2018, 19 Uhr im Deutschen Hygiene-Museum Dresden, Lingnerplatz 1
LITERARISCHE ALPHABETE
Bachtyar Ali liest aus seinem Roman "Die Stadt der weißen Musiker"
Als man dem kleinen Dschaladat die Flöte zum ersten Mal in die Hand drückt, entlockt er ihr sofort Klänge, die alle verzaubern. Der alte Sufi Ishaki Lewzerin nimmt ihn und seinen Freund in die Berge mit, um sein geheimes Wissen weiterzugeben. Als der Krieg und die Bombardements beginnen, wandern die drei Flötisten von Dorf zu Dorf. Schließlich wird er von einem Offizier tödlich verwundet und zugleich gerettet. Untergetaucin einer riesigen, namenlosen Stadt der Bordelle muss Dschaladat im Freudenhaus "Die weiße Orange" die wahre Kunst der Musik wieder verlernen, um nicht aufzufallen.
Die beiden großen Romane Bachtyar Alis, "Der letzte Granatapfel" und "Die Stadt der weißen Musiker", auf Deutsch im Unionsverlag Zürich erschienen, erinnern an die große orientalische Erzähltradition und schildern auf hochpoetische Weise eine unbekannte Welt: das Schicksal der irakischen Kurden. Bachtyar Ali wurde 1966 in Sulaimaniya (Nordirak) geboren. 1983 geriet er durch sein Engagement in den Studentenprotesten in Konflikt mit der Diktatur Saddam Husseins. Er brach sein Geologie-Studium ab, um sich fortan der Poesie zu widmen. Sein erster Gedichtband, "Sünde und Karneval", erschien 1992. Im Herbst 2017 erhielt er den Nelly-Sachs-Literaturpreis der Stadt Dortmund.
Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit dem Deutschen Hygienemuseum Dresden.
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz.
Lesung und Gespräch auf Deutsch.
Anreise: Linien 10, 13 Georg-Arnold-Bad, Linie 1, 2, 4, 12 Deutsches Hygiene-Museum
Die Lesung ist barrierefrei zugänglich. 

 

Mittwoch, den 14. März 2018, 19 Uhr in der SLUB (Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden), Veranstaltungssaal, Zellescher Weg 18, Dresden
LITERARISCHE ALPHABETE
Passagen Gespräche: Forum für neues politisches Denken
Alain Badiou im Gespräch mit Peter Engelmann
In der aktuellen Situation, in der die sozialen Unterschiede immer größer werden, in der Europa zu zerfallen droht und die Krise der parlamentarischen Demokratien die Menschen immer mehr den populistischen Parteien in die Hände treibt, fragen wir nach gesellschaftlichen Alternativen jenseits der etablierten politischen Programme und Institutionen. Peter Engelmann spricht mit dem französischen Philosophen Alain Badiou über die Ursachen von Armut, Migration, Terrorismus und den wiedererwachenden Nationalismus in Europa. Im Mittelpunkt der Diskussion steht Alain Badious Lösungsvorschlag und damit die Bedeutung der Philosophie für ein Umdenken und einen radikalen Bruch mit der Logik der gegenwärtigen Welt.
Alain Badiou ist Philosoph, politischer Aktivist, Mathematiker und Literat. Er zählt zu den bedeutendsten und meist diskutierten philosophisch-politischen Denkern der Gegenwart und ist Verfechter der Idee des Kommunismus. Alain Badiou leitete die philosophische Fakultät der École normale supérieure in Paris.
Peter Engelmann ist Verleger, Philosoph und Herausgeber zahlreicher Texte der französischen Philosophen der Postmoderne und Dekonstruktion.
Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden und dem Passagen Verlag Wien.
Gefördert von der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz und durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.
Gespräch auf Französisch und Deutsch. Dolmetscher: Ralf Tauchmann.
Anreise: 61 (Haltestelle Staats- und Universitätsbibliothek), Linie 66 (Haltestelle Technische Universität/Fritz-Foerster- Platz), Linie 11 (Haltestelle Zellescher Weg). Die Lesung ist barrierefrei zugänglich.
Die Lesung ist barrierefrei zugänglich.

 

Sonntag, den 18. Februar 2018, 17-19 Uhr Container des Staatsschauspiel Dresdens auf dem Postplatz
Erinnern & Vergessen – #WOD Kulturfestival in Containern
poesie.labor // Leseabend des Literaturforums
"dann geraten wir / in verschiedene Gedichte / sind verstreut über / die Kontinente“
Autor*innen des Literaturforums Dresden und Gäste stellen ihre neuesten Texte vor.
Vom 10. bis zum 19. Februar 2018 stehen die gelben Container der Dresdner Kulturschaffenden auf dem Theaterplatz, Postplatz, Altmarkt und Neumarkt, öffentliche Plätze Dresdens, die historisch oft Schauplätze von Zerstörung und anderen Formen der Feindlichkeit waren. Aus Anlass des Gedenkens an die Zerstörung Dresdens 1945 geht es unter dem gemeinsamen Thema ‚Erinnern & Vergessen‘ um das Verhältnis von Geschichte, Gegenwart und Zukunft, um Veränderungen des Gedenkens und die Möglichkeit, Freiheit, Identitäten und Diversität in Vergangenheit und Gegenwart zu reflektieren und diese wichtigen Plätze der Stadt als Orte des Dialogs zu erleben.
Das vollständige Programm des Festivals finden Sie hier: https://weltoffenesdresden.wordpress.com/blog/
Anreise: Postplatz
Die Lesung ist barrierefrei zugänglich.
Eintritt: Frei!

 

Mittwoch, den 7. Februar 2018, 20 Uhr im Landhaus Dresden (Stadtmuseum, Städtische Galerie), Wilsdruffer Str. 2
Achtung! Diese Veranstaltung muss leider abgesagt werden. Ein Nachholtermin wird gesucht.
Lesungen im Landhaus
LITERARISCHE ALPHABETE
Lütfiye Güzel (Berlin)
"von außen kommt nix / von innen geht nix / & am Ende / entsteht dann / so was hier“
Das steht auf dem Einband von Lütfiye Güzels Gedichtband „hadi hugs“. Hadi ist türkisch und heißt so viel wie „los / mach schon / auf geht‘s“ und hugs ist englisch für Umarmungen. Geschrieben ist der Gedichtband „für die traurigen“. Nichts verbirgt Lütfiye Güzel in ihren Gedichten, klar und offen schreibt sie von der leeren Automatik des Alltags, vom Widerstand gegen den Zwang, funktionieren zu müssen. Jedes ihrer Gedichte ist eine Umarmung, spendet Kraft, selbst Zeilen wie: „der müll macht mir sorgen / weil die Mülltonnen im Keller stehen und ich / angst habe dass mich der nachbar sieht / beim runter- und aufsteigen der kellertreppe“ oder „das fenster steht auf der kippe und / auch sonst alles“ oder „widerspruch / weg vom sogenannten Leben das mich/ immer knapp verfehlt“.
Lütfiye Güzel wurde 1972 in Duisburg geboren und veröffentlicht seit 2014 Notizen, Novellen, Gedichte und Selbstgespräche unter ihrem eigenen Label Go-Güzel-Publishing. Im Mai 2014 wurde Lütfiye Güzel mit dem Fakir Baykurt Kulturpreis der Stadt Duisburg ausgezeichnet, im November 2017 mit dem Literaturpeis Ruhr. Ihr Lyrik-Projekt "Elle-Rebelle" (Gedichte auf losen Handzetteln) ist im August 2017 erschienen. Im Moment arbeitet sie an ihrem neuen Buch "Nix Meer".
Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit den Museen der Stadt Dresden.
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz. Lesung und Gespräch auf Deutsch.
Anreise: Linien 1, 2, 3, 4, 7, 12, 62, 75 Pirnaischer Platz
Die Lesung ist barrierefrei zugänglich.

 

 

 

Jahresarchiv 2017

Jahresarchiv 2016

Jahresarchiv 2015

Jahresarchiv 2014

Jahresarchiv 2013

Jahresarchiv 2012

Jahresarchiv 2011

Jahresarchiv 2010

Jahresarchiv 2008 und 2009

Zur Betrachtung der Archive ist ein zur Betrachtung von .pdf-Dateien fähiges Programm erforderlich.