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Vergangene Veranstaltungen des Literaturforums Dresden e. V.



2021


15. September 2021, 19:30 Uhr im Landhaus Dresden (Stadtmuseum,  Städtische Galerie), Wilsdruffer Str. 2
Lesungen im Landhaus
Literarische Alphabete
Holger Teschke liest aus "Mein Cape Cod", "Rügen und Hiddensee", "Heringe" und "Seezeichen"
Holger Teschke, geboren 1958 in Bergen auf Rügen fuhr als Maschinist auf Fischereikuttern zur See, bevor er Schauspielregie in Berlin studierte, wo er anschließend als Dramaturg und Autor arbeitete. Von 2000 bis 2010 war er als Regisseur und Regielehrer in den USA, Australien und Südostasien unterwegs, seit 2010 ist er Dozent für Theatergeschichte und Dramaturgie. In der Reihe Naturkunden erschien von ihm der Band "Heringe" (2014) und zuletzt das Buch "Mein Cape Cod" (mare Verlag, 2015) und der Gedichtband "Seezeichen" (Rugerup, 2018). Ein Spätsommermabend über allerlei Maritimes und Poetisches.
Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit den Museen der Stadt Dresden.
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Landeshauptstadt Dresden und dem Amt für Kultur- und Denkmalschutz.
Anreise: Linien 1, 2, 3, 4, 7, 12, 62, 75 Pirnaischer Platz
Die Lesung ist barrierefrei zugänglich.


Freitag, 20. August 2021, 19.00 Uhr im Landhaus Dresden (Stadtmuseum,  Städtische Galerie), Wilsdruffer Str. 2

Der deutsch-arabische Lyrik-Salon

Lesungen im Landhaus

Verständigung und Versöhnung werden in einer Welt zunehmender Konfrontation immer wichtiger. Aufgrund ihrer Universalität und der Sinnlichkeit ihrer Metaphern ist die Sprache der Poesie in der Lage, einen lebendigen Dialog zwischen den Kulturen zu stiften. Der von dem deutschsprachigen, aus Syrien stammenden Dichter und bildenden Künstler Fouad EL-Auwad ins Leben gerufene und von ihm seit 2005 jährlich organisierte deutsch-arabische Lyrik-Salon soll ein Beispiel dafür sein. Er schafft Jahr für Jahr für die Möglichkeit, dass sich die Kulturen auf literarischer Ebene begegnen und eine neue Brücke zwischen der arabischen und der europäischen Welt bauen. Jetzt kommt der deutsch-arabische Lyrik-Salon zum bereits dritten Mal nach Dresden.

Diesmal  lesen: Undine Materni, Hedil Al Rachid, Angela Lohausen, Anton G. Leitner, Fouad EL-Auwad, Jürgen Nendza, Paul-Henri Campbell, Christoph Leisten, Volker Sielaff und Patrick Beck. Saz: Razgar Karim.

Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit den Museen der Stadt Dresden und dem Deutsch-arabischen Lyriksalon.
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Landeshauptstadt Dresden und dem Amt für Kultur- und Denkmalschutz.
Anreise: Linien 1, 2, 3, 4, 7, 12, 62, 75 Pirnaischer Platz
Die Lesung ist barrierefrei zugänglich.

Ab Donnerstag, 27. Mai 2021, 19.00 Uhr - Weltpremiere
Nachrichten von fernen Sternen
Lives aus dem Landhaus Dresden  

Das Video: https://youtu.be/ICV3Ujay3yg

Das Weltall – das Landhaus Dresden. Fünf Dichter – die kosmischen Objekte. Zum ersten Mal erkundet eine Sonde, ausgestattet mit Kamera und Mikrofon, die faszinierenden Weiten dieses Universums. Die Räume des Stadtmuseum und der Städtischen Galerie, Gedichte, Büsten, Spiel- und Landkarten – ein Einblick in eine unbekannte Harmonie. 

Mit Thomas Rosenlöcher, Patrick Beck, Patrick Wilden, Undine Materni und Volker Sielaff. Regie / Kamera / Schnitt: Sophie Arlet.

Sound: «  Wind on Mars ». Aufgenommen vom Perseverance Rover am 20. 2. 2021. Mit freundlicher Genehmigung der NASA.

Literaturforum Dresden e. V. und Museen der Stadt Dresden

Das Projekt wurde gefördert im Rahmen von "Neustart Kultur" der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien durch den Deutschen Literaturfonds e. V.



Ab Donnerstag, 18. Juni 2021, 19.00 Uhr
Literarische Alphabete
Viktor Kalinke - Renaissance staatsmonopolistischer Kontexte

Das Video: https://www.youtube.com/watch?v=J-Zq2UtVIJU

In einer Reihe von Essays beleuchtete der Leipziger Autor und Verleger Viktor Kalinke zunächst verschiedene Aspekte der Corona-Krise. Hier konzentrierte er sich zunächst auf die Zahlenspiele – scheinbar objektiv errechnete Indizien, letztlich aber ohne fundierte Grundlage generierte Zahlen bestimmen die aktuelle Politik.

Nunmehr, so auch in diesem Video, geht Viktor Kalinke der Frage nach « Was hat das alles zu bedeuten? » These: «  Wir befinden uns gegenwärtig in der dritten Phase der Monopolbildung der Internetwirtschaft: die ein­stigen Startups, die sich in den letzten 20 Jahren zu globalen Monopolisten ge­mau­sert haben, sind nun dabei, sich mit staatlichen Strukturen zu verflechten, um ihre digitalen Ein­flußmöglichkeiten (Absatzmärkte) zu er­weitern. Sie nutzen die Deklaration einer Pandemie aus, um hoheitliche Akte wie die Ausstellung eines (Impf-) Passes mit Hilfe privatwirtschaftlicher Tech­no­logie zu digitalisieren.  »

Die einfachste und zugleich schwierigste Frage überhaupt : « Was kann jeder einzelne dagegen tun? » Dieses Video ist ein Muss!

Viktor Kalinke (geboren 1970 in Jena) ist Schriftsteller, Übersetzer und Verleger. Viktor Kalinke studierte Psychologie und Mathematik in Dresden, Leipzig und Peking und promovierte an der Universität Leipzig. Er arbeitete in Kliniken und verschiedenen Gefängnissen Ostdeutschlands. Viktor Kalinke übersetzte die Bücher Laozi und Zhuangzi aus dem Chinesischen ins Deutsche.


Ab Donnerstag, 3. Juni 2021, 19.00 Uhr
Literarische Alphabete
Klaus Johannes Thies liest aus "Tango ohne Argentinien"

Das Video: https://www.youtube.com/watch?v=H4wpVA7Z3iw

Klaus Johannes Thies fasst sich kurz und schweift doch gern ab. "Die Überraschung ist seine Stärke, der Moment, in dem etwas umzukippen droht", sagt Michael Krüger über seine Kurzgeschichten. Selten sind diese länger als eine halbe Seite, und doch hat alles Platz in diesen Anti-Erzählungen: Parkuhren, Elefanten, die Musik von Fleetwood Mac oder andere "Lieblingssachen", so der Titel einer seiner schönsten "Shorts".

Mit Volker Sielaff spricht er über seine Orte, sein Schreiben und warum er nicht Busfahrer geworden ist. Und liest aus seinem neuen Buch "Tango ohne Argentinien", erschienen 2020 im Verlag Edition Azur.

Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Landeshauptstadt Dresden und dem Amt für Kultur- und Denkmalschutz.


Ab Donnerstag, 20. Mai 2021, 19.00 Uhr
Literarische Alphabete
Patrick Roth spricht über Träume, Umarmungen, das Unbewusste und liest aus „Gottesquartett – Erzählungen eines Ausgewanderten“

Das Video: https://youtu.be/8-jQGREswbY

Der Tod seiner Therapeutin bewegt einen bekannten Schriftsteller dazu, nach Los Angeles zurückzufliegen, um an ihrer Gedenkfeier teilzunehmen. Im Gepäck hat er das Gottesquartett, vier fesselnde Erzählungen, die er ihr gewidmet hat. Während die Stadt von Bränden bedroht wird, liest und bespricht er die Texte im Kreis seiner Freunde. Patrick Roth inszeniert in seinem neuen Buch diese packende Rahmenhandlung rund um jene vier zentralen Erzählungen, die die Erfahrung biblischer Figuren wie Abraham, Samuel, Simson und Paulus bündeln. Auf brillante Art spürt Patrick Roth diesen Figuren nach, macht sie lebendig und weckt das Feuer, das in ihnen schlummert. Es geht dabei um menschliche Ur-Erfahrungen, um religiöse Suche, um brennende Sehnsucht – ein Meisterwerk! (Verlagstext Herder)

Patrick Roth, geb. 1953, lebt als Schriftsteller in Los Angeles und Mannheim. Er begann seine künstlerische Karriere in den USA als Regisseur und Drehbuchautor. Neben der filmjournalistischen Arbeit verfasste er Hörspiele und Theaterstücke, die er überwiegend selbst inszenierte. In den 1990er-Jahren wechselte er in die Prosa und entwickelte seinen charakteristischen Stil als Erzähler von biblisch-mythischen Stoffen. Für sein literarisches Schaffen wurde er vielfach geehrt (u. a. mit dem Preis der Stiftung Bibel und Kultur, dem Hugo-Ball-Preis, dem Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung und mit Poetikdozenturen an verschiedenen Universitäten). Seit 2007 ist er Resident Scholar des C. G. Jung Study Center of Southern California und Mitglied im Board of Directors. .

www.mythograph.de

Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Landeshauptstadt Dresden und dem Amt für Kultur- und Denkmalschutz.


Sonntag, 2. Mai 2021, 08.00 Uhr morgens!
Literarische Alphabete
Muhō Nölke spricht über Zazen, Meditation und Praxis und liest aus „Futter für Pferd und Esel: Das Dôgen-Lesebuch“

Aufzeichnung des Live-Streams: https://www.youtube.com/watch?v=hVXvmudaxsA

Muhō war von 2002 bis 2020 neunter Abt des buddhistischen Tempels Antaiji (nordwestlich von Kyoto).

Er wurde 1968 in Berlin geboren und wuchs in Braunschweig und Tübingen auf. Mit 16 Jahren kam er mit Zazen in Kontakt und hatte bald den Wunsch, später in Japan als Zenmönch zu leben. Er studierte Japanologie, Philosophie und Physik in Berlin und für ein Jahr auch an der Universität Kyōto. Zu dieser Zeit, mit 22 Jahren, besuchte er auch zum ersten Mal das Kloster Antaiji und verbrachte dort 6 Monate. Mit 25 Jahren, nach dem Abschluss der Universität, ordinierte Muhō in Antaiji und wurde so zum Schüler des damaligen Abtes, Miyaura Shinyū Rōshi. Außer in Antaiji verbrachte Muhō auch jeweils ein Jahr in dem Rinzai-Kloster Tōfukuji in Kyōto und Hosshinji in Obama, einem Priesterseminar der Sōtō-Schule. Nach Abschluss seiner Ausbildung in Antaiji erhielt Muhō die Übertragung des Dharma (Shihō) von seinem Meister Miyaura und wurde damit als eigenständiger Meister der Sōtō-Schule anerkannt.

Daraufhin beschloss er, als Obdachloser im Schlosspark von Ōsaka zu leben, wo er für ein halbes Jahr ein Zengruppe leitete, bis ihn die Nachricht vom Tod seines Meisters im Februar 2002 erreichte. Im Frühjahr dieses Jahres wurde Muhō als Nachfolger seines Meister zum neunten Abt von Antaiji berufen. 2020 gab er sein Abt an seine langjährige Schülerin Ekō weiter, die das Kloster gegenwärtig leitet.

Muhō ist seit 2002 verheiratet und hat drei Kinder. Er ist der Autor der Bücher „Der Mond leuchtet in jeder Pfütze“, „Das Meer weist keinen Fluss zurück“ und „Ein Regentropfen kehrt ins Meer zurück“, die im Berlin-Verlag erschienen sind, und „Futter für Pferd und Esel – das Dogen-Lesebuch“, einer Einführung ins Shobogenzo und andere Texte von Dogen im Angkor Verlag. Außerdem hat er die Bücher „An dich“, „Zen ist die größte Lüge aller Zeiten“ und „Tag für Tag ein guter Tag“ von Sawaki Kōdō ins Deutsche übersetzt (Angkor-Verlag).

Zuletzt veröffentlichte er „Futter für Pferd und Esel – das Dôgen-Lesebuch“, eine Einführung ins Shobogenzo und andere Texte von Dôgen im Angkor Verlag: Ziel des Buddhismus ist, den Geist zu erwecken und zum Buddha zu werden. Es ist ein Weg, der jedem offensteht. In diesem Buch gibt Muhô Hinweise, wie man sich der Lehre Dôgen Zenjis nähern kann. Darin geht es nicht nur um die großen Themen Leben und Tod, sondern auch um Alltagsprobleme, die uns heute konkret betreffen. Muhôs Übersetzung des altjapanischen Textes hält sich so nah wie möglich an Dôgens Original. Der ehemalige Abt des Antaiji erläutert anhand von Auszügen aus dem Shôbôgenzô und weiteren Texten, was buddhistische Übung bedeutet.

Am Ende der Lesung gab es ein kurzes gemeinsames Zazen (Sitzen/Meditation.)

Danach konnten Fragen über den Livechat gestellt werden.

Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Landeshauptstadt Dresden und dem Amt für Kultur- und Denkmalschutz.




2020




Dienstag, 20. Oktober 2020, 19:30 Uhr im Landhaus Dresden (Stadtmuseum,  Städtische Galerie), Wilsdruffer Str. 2
Lesungen im Landhaus
Literarische Alphabete
Daniela Danz (Kranichfeld) liest aus „Wildniß“
Daniela Danz zählt seit langem zu den wichtigsten Lyrikerinnen dieses Landes. Ihr neuer Gedichtband ist ein Ereignis. Streng formbewusst und voll wilder Experimentierlust sind ihre Verse, sie greifen weit aus in die Landschaft, in die Welt, in die Geschichte, und doch führen sie immer auch in enge Räume zurück, in das Haus, die Wohnung, das innerste Fühlen. Oder vielleicht gehen sie eher davon aus? Als eine Sehnsucht? Ins Offene? Wenn zeitgenössische Lyrik eine Dringlichkeit hat, dann in den Versen von Daniela Danz.
Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit den Museen der Stadt Dresden.
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Landeshauptstadt Dresden und dem Amt für Kultur- und Denkmalschutz.
Anreise: Linien 1, 2, 3, 4, 7, 12, 62, 75 Pirnaischer Platz
Die Lesung ist barrierefrei zugänglich.


Dienstag, 27. Oktober 2020, 19:30 Uhr im Landhaus Dresden (Stadtmuseum,  Städtische Galerie), Wilsdruffer Str. 2
Lesungen im Landhaus
Literarische Alphabete
Judith Zander liest aus ihrem neuen Roman "Johnny Ohneland" und Gedichte
Joana Wolkenzin weiß früh, dass sie anders ist. Sie liest stundenlang und lernt Songtexte auswendig; später verliebt sie sich in Jungs und in Mädchen. Im vorpommerschen Niemandsland der Neunziger gibt sie sich einen neuen Namen: Johnny. Aber bringt ein neuer Name auch neues Glück? Als die Mutter über Nacht die Familie verlässt, kreisen Johnny, ihr Bruder Charlie und ihr Vater auf wackligen Bahnen um eine leere Mitte. Schließlich macht Johnny sich auf die Suche nach einem Leben und einer Erzählung, die ihren eigenen Vorstellungen entsprechen, in Deutschland, Finnland und Australien.
Judith Zander wurde 1980 in Anklam geboren und lebt heute in Jüterbog. Für ihre Werke wurde sie vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem 3sat-Preis des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs und mit dem Uwe-Johnson-Förderpreis.
Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit den Museen der Stadt Dresden.
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Landeshauptstadt Dresden und dem Amt für Kultur- und Denkmalschutz.
Anreise: Linien 1, 2, 3, 4, 7, 12, 62, 75 Pirnaischer Platz
Die Lesung ist barrierefrei zugänglich.


Donnerstag, 15. Oktober 2020, 20:00 Uhr in der Buchhandlung LeseZeichen, Prießnitzstraße 56
poesie.premiere
Patrick Wilden liest aus »Alte Karten von Flandern«
Im Dunkeln leuchtende Wörter, die Verheißungen alter Bücher und Landkarten, die letzten Geheimnisse einer von Google Maps kartierten Welt – all das findet in Patrick Wildens Debüt ganz selbstverständlich zusammen. Er nimmt uns mit auf Reisen entlang unsichtbarer Grenzen, spürt Verwandtschaften und vergessenen Bezeichnungen nach. Doch es ist Vorsicht geboten: Die Zuverlässigkeit der Alten Karten von Flandern ist äußerst fragwürdig. Sie spielen mit unserer räumlichen Vorstellung, verbinden die entlegensten Gegenden miteinander oder verschweigen deren Existenz. Diese Gedichte durchstoßen die Oberfläche unserer Gegenwart.
Patrick Wilden, wurde geboren 1973 in Paderborn und ist aufgewachsen in der Region Kassel. Nach einem Studium in Tübingen und einem Verlagsvolontariat in Stuttgart arbeitete er viele Jahre in einem Antiquariat in Dresden und ist dort heute für eine Bibliothek und ein Archiv sowie als Redakteur der Literaturzeitschrift Ostragehege tätig. Er erhielt im Jahr 2000 den Würth-Literatur-Preis und 2019 das Raniser Debüt Stipendium. Der Gedichtband Alte Karten von Flandern erschien im Jahr 2019.
Moderation und Gespräch: Jayne-Ann Igel
Eintritt frei.



Mittwoch, 2. September 2020, 19:30 Uhr im Landhaus Dresden (Stadtmuseum,  Städtische Galerie), Wilsdruffer Str. 2
Lesungen im Landhaus
Literarische Alphabete
Christoph Leisten (Aachen) liest aus „grand hotel tazi“
Für Schriftsteller und Künstler sind Hotels stets anziehend gewesen. Große literarische Werke wie die von Thomas Mann und Wolfgang Koeppen legen ein beredtes Zeugnis davon ab. In Christoph Leistens jüngst erschienenem Gedichtband „grand hotel tazi“ wird das gleichnamige Hotel in Marrakesch mit seiner wechselhaften – auch literarischen – Geschichte zum Ausgangspunkt der poetischen Expedition in eine andere Welt, an die Ränder des Existenziellen – und in unsere Gegenwart. Diese Gedichte lassen die Wahrnehmung oszillieren und bewegen sich zwischen den Polen von Werden und Vergehen, Heimstatt und Flucht, (vermeintlicher) Faktizität und Poesie. Ausgangspunkt der Texte war Michel Foucaults Begriff der Heterotopie. In diesem Sinne sind diese Gedichte ein „Andersort“, von dem her die Wirklichkeit sich neu in den Blick nehmen lässt.
Christoph Leistens Lesung erschöpft sich nicht in einer Aneinanderreihung poetischer Texte. Im Gespräch und in anekdotischen Kommentaren führt der Autor hin zu den Gedichten und ihrer Entstehungsgeschichte. Wenn Christoph Leisten vom „Grand Hotel Tazi“ liest und erzählt, eröffnen sich mit sinnlicher Leichtigkeit überraschende Perspektiven auf unsere Zeit. Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit den Museen der Stadt Dresden.
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Landeshauptstadt Dresden und dem Amt für Kultur- und Denkmalschutz.
Anreise: Linien 1, 2, 3, 4, 7, 12, 62, 75 Pirnaischer Platz
Die Lesung ist barrierefrei zugänglich.



Dienstag, 18. August 2020, 19:30 Uhr im Landhaus Dresden (Stadtmuseum,  Städtische Galerie), Wilsdruffer Str. 2
Lesungen im Landhaus
Literarische Alphabete
Alexandru Bulucz (Berlin) liest aus „was Petersilie über die Seele weiß“
Mit Dostojewskis Raskolnikoff in der Frankfurter U-Bahn fing für diesen Dichter alles an. So jedenfalls beschreibt er es in seinem Aufsatz „Die angelehnte Tür des Gedichts“. Später kam die halbe, nein, die ganze Welt dazu: Felder grüner Pastinaken (Pasternak!), Spargelbündel und Brennnesseln, Kupfer und Kohlsuppe, Briefe an Freunde, die Traurigkeit und der Tod, Vater und Mutter, transsilvanische Äpfel und das „Sprachhaus Natur“. Als Bild für die Seele nimmt in diesem Buch die unscheinbare Petersilie Gestalt an, und der Leser darf sich freuen zu erfahren, „was Petersilie über die Seele weiß“. 
Profanes steht in diesem Buch neben Mystischem, Biographisches neben Groteskem.
In langen, weit ausschwingenden Zeilen führt Alexandru Bulucz uns von rumänischen Landschaften, über das „Hirtenrumänisch heiliger Mütter, bis zu Genet nach Paris und Brodsky nach Leningrad. „Gestalt der Verständigung“ sollen literarische Texte für ihn sein – so wie Türen, die man nicht abschließt. 
1987 im rumänischen Alba Iulia geboren, kam Alexandru Bulucz 14jährig nach Deutschland. Er studierte in Frankfurt am Main Germanistik und Komparatistik und lebt heute als Lyriker, Übersetzer und Kritiker in Berlin. Sein erster Gedichtband, „Aus sein auf uns“, erschien 2016. „was Petersilie von der Seele weiß“ ist sein zweites Buch.   
Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit den Museen der Stadt Dresden.
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Landeshauptstadt Dresden und dem Amt für Kultur- und Denkmalschutz.
Anreise: Linien 1, 2, 3, 4, 7, 12, 62, 75 Pirnaischer Platz
Die Lesung ist barrierefrei zugänglich.


Mittwoch, den 29. Januar 2020, 19:30 Uhr in der Buchhandlung LeseZeichen, Prießnitzstraße 56
Lesungen im Landhaus
Literarische Alphabete
MÁTYÁS DUNAJCSIK LIEST „EINE BUDAPESTER GESCHICHTE“
Literatur und Live-Klang-Show.

"Er hatte einmal in einen Feuilletonbeitrag geschrieben, dass der letzte ernsthafte literarische Abend am 27. Juni 1914 im Budapester Kaffeehaus Fiume stattgefunden habe, am nächsten Tag der Krieg ausgebrochen sei und am Morgen der Zeitungsjunge des Kaffeehauses eher von dem Attentat gegen den Thronfolger erfahren habe als die Politiker oder die Dichter. Später hatte er das Gleiche in einem anderen Blatt mit dem Datum 31. August 1939 und dann noch einmal mit dem Datum 1948 geschrieben. Als ich ihn einmal danach fragte, sagte er nur, nach einem echten literarischen Abend breche stets ein Krieg aus oder stelle sich die Diktatur ein. Oder zumindest gehe eine Jahreszeit zu Ende."

Mátyás Dunajcsik (*1983) ist geboren und aufgewachsen in Budapest (Ungarn), wo er nach seinem Studium der französischen Literatur und Ästhetik einige Jahre lang im Verlagswesen tätig war. Dann ist er für zwei Jahre nach Island gezogen und nach weiteren Wanderungen in Dresden gelandet, wo er jetzt im OSTRALE-Zentrum für zeitgenössische Kunst arbeitet. Als Autor, Übersetzer, Redakteur und Performer beschäftigt sich er zurzeit mit fünf Sprachen (Ungarisch, Englisch, Französisch, Isländisch und neuerdings Deutsch) und mit der gleichen Anzahl von Musikinstrumenten. Bücher auf Deutsch: "Unterwasserstädte" (Kurzgeschichten, 2017, Edition Solitude, Stuttgart), "Der Boden Unter Berlin" (Kurzgeschichte für die Zeichnungen von Plinio Avila, 2010, Akademie der Künste, Berlin). Letzte Bücher auf Ungarisch: "A szemüveges szirén" (Kinderbuch, 2016, Kolibri, Budapest), "Balbec Beach" (Kurzgeschichten, 2012, Libri, Budapest). Sein gemeinsam mit dem ungarischen Regisseur Árpád Schilling geschriebenes Theaterstück "Elbfuge" wurde vom Staatsschauspiel Dresden im Sommer 2019 beauftragt und uraufgeführt.

Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit der Buchhandlung LeseZeichen. 
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Landeshauptstadt Dresden und dem Amt für Kultur- und Denkmalschutz.


2019


Dienstag, den 14. Januar 2020, 19:30 Uhr im Landhaus Dresden (Stadtmuseum,  Städtische Galerie), Wilsdruffer Str. 2
Lesungen im Landhaus
Literarische Alphabete
Pablo Jofré (Madrid und Berlin) liest aus seinem Gedichtband „Abecedar“
„Abecedar“ ist ein Gedichtband im Format eines Wörterbuches, von A wie „Abgrund“ oder „Aufwachen“ bis Z wie „Zuchtperle“ reichen die Themen in diesem Buch. Inspirieren ließ sich der Autor dabei von Gustave Flauberts 1911 erschienenem „Wörterbuch der Gemeinplätze“, in dem es über die Poesie heißt: „Vollkommen überflüssig. Außer Mode“ und über die Prosa: „Leichter zu schreiben als Verse.“ Flaubert wollte mit seinem Buch Zu-Kurz-Gedachtes als Dummheit enthüllen. Auch dem 1974 in Santiago de Chile geborenen Dichter Pablo Jofré geht es in seinen Gedichten um die Überwindung von Gemeinplätzen – mit den Mitteln der Poesie.
Jofré lobt den Tau, feiert seine „Erhabene Schönheit“ und nennt ihn zugleich ein „Plagiat der Natur“, einen „Augenblick, unwiderruflich, ohne Fortschritt.“ Er warnt vor Xenophobie: „Die Xenophobie ruht in den Nachnamen, / im Vaterland, im Klassischen, / auch in der Vorstellungskraft, / der Schöpferin von Monstern.“
„Das Staunen wurde größer. Mit jedem erneuten Blick in die verlässlichen Wörter-Zimmer, aus denen sich dieses Abecedar fügt“, schreibt der Dichter José F. A. Oliver in seinem begeisterten Nachwort zu dem Band.
Pablo Jofré, geboren 1974 in Santiago de Chile, studierte Literatur, Anthropologie, Journalismus, Deutsch, Englisch und Französisch in Chile, Spanien und Deutschland und ist ein notorischer Reisender mit Wohnsitz in Berlin. „Abecedario“ erschien zuerst 2012, es folgte der Band „Usted“ 2013, eine Hommage an La Maladie de la mort von Marguerite Duras, sowie „Extranjería“ 2017. Gemeinsam mit dem Berliner Musiker Andi Meißner spielt der Autor in dem Duo Jofre Meissner Project, zu dessen Repertoire Gedichte von Extranjería, Abecedario und Usted gehören.

Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit den Museen der Stadt Dresden.
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Landeshauptstadt Dresden und dem Amt für Kultur- und Denkmalschutz.
Anreise: Linien 1, 2, 3, 4, 7, 12, 62, 75 Pirnaischer Platz
Die Lesung ist barrierefrei zugänglich.




Dienstag, den 26.November 2019, 19:30 Uhr im Landhaus Dresden (Stadtmuseum / Städtische Galerie), Wilsdruffer Str. 2
Lesungen im Landhaus
Literarische Alphabete
Eugene Ostashevsky liest aus „Der Pirat, der von Pi den Wert nicht kennt“
Es gibt sie noch: die Lautpoeten, Dadaisten, Dichter im Fahrwasser der russischen absurden Literatur etwa eines Daniil Charms. Solche wie Eugene Ostashevsky. Man darf sich glücklich schätzen, dass es die lautmalerische Poesie Ostashevskya nun endlich auch in Dresden gibt.
„Der Pirat, der von Pi den Wert nicht kennt“ ist der vierte Gedichtband des 1968 in Leningrad geborenen Dichters. Der Leser begegnet hier einem philosophierenden Piraten und einen kritischen Papageien, die sich gegenseitig in irrwitzige Gespräche über Sprache, Verstehen und Irrfahrten hineinziehen. Sein großartiges Langgedicht (ins Deutsche übertragen von Monika Rinck und Uljana Wolf) untersucht den Unterschied zwischen Menschen- und Papageiensprache. Es geht auch um die Grenzen von Mitteilbarkeit. Bei Ostashevsky hat am Ende der Pirat gegenüber dem Papageien das Nachsehen. „Der Pirat, der von Pi den Wert nicht kennt“ ist ein Text voller Tempo, Gelehrsamkeit und Witz. Und Ostashevsky ein grandioser Vortragskünstler. Bei seiner Dresdner Lesung wird man sich davon überzeugen können!
Eugene Ostashevsky wanderte 1979 als Kind gemeinsam mit seiner Familie von Leningrad in die USA aus. Er wuchs zweisprachig auf. Er studierte Komparatistik an der Stanford University. Während der Studienzeit war er Mitglied des Schriftstellerkollektivs 9x9 Industries und der Performance Künstlergruppe Vainglorious. 2005 veröffentlichte er seinen ersten Gedichtband Iterature. 2014 war er Stipendiat des DAAD in Berlin. Neben seinem eigenen Schreiben lehrt Ostashevsky heute Literatur an der New York University.
Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit den Museen der Stadt Dresden.
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Landeshauptstadt Dresden und dem Amt für Kultur- und Denkmalschutz.
Anreise: Linien 1, 2, 3, 4, 7, 12, 62, 75 Pirnaischer Platz
Die Lesung ist barrierefrei zugänglich.


Dienstag, den 29. Oktober 2019, 19:30 Uhr im Landhaus Dresden (Stadtmuseum,  Städtische Galerie), Wilsdruffer Str. 2
Lesungen im Landhaus
Literarische Alphabete
Tadeusz Dąbrowski liest aus seinem Roman Eine Liebe in New York
Der in Polen und im deutschen wie englischsprachigen Raum bekannte Dichter Tadeusz Dąbrowski hat seinen ersten Roman geschrieben: Eine Liebe in New York. Auf seiner Lesereise, die ihn durch mehrere Städte führt, kommt der Autor nun auch nach Dresden.
Ein polnischer Lyriker lernt in der New Yorker U-Bahn eine junge Frau kennen und verbringt einige leidenschaftliche Tage und Nächte mit ihr. Er leidet wie ein Hund, als er danach längere Zeit nichts mehr von ihr hört. Eine Liebe in New York ist die Geschichte einer Obsession, vorgetragen im Stil ironischer Distanz und ein wenig an den berühmten Jerome D. Salinger und seinen „Fänger im Roggen“ erinnernd; sarkastisch, selbstentblößend und dabei äußerst witzig erzählt. „Sie begriff, dass ein Slawe den Schmerz brauchte“, heißt es über den Helden des Buches, der seinen Vornamen mit dem Verfasser teilt und dessen Wehrlosigkeit und Begehren über viele Seiten recht unverblümt dargestellt werden (im polnischen Original heißt der Roman „Wehrlose Linie“). „Eine Liebe in New York“ ist ein dicht angelegter, rasanter Großstadt- und Liebesroman, angesiedelt zwischen Fastfood und großem Gelage, und eine hinreißende Liebesgeschichte mit philosophischen Tiefgang.
Tadeusz Dąbrowski, 1979 geboren, ist Autor zahlreicher Gedichtbände, auf Deutsch erschienen bislang „schwarzes quadrat auf schwarzem grund“ (2010) und „Die Bäume spielen Wald“ (2014). Als Redakteur der Literaturzeitschrift Topos und künstlerischer Leiter des Festivals Europäischer Dichter der Freiheit lebt Dąbrowski in Danzig. Er erhielt u.a. den Horst-Bienek-Förderpreis (2014) und den Literaturpreis der Hauptstadt Warschau (2014).
Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit den Museen der Stadt Dresden.
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Landeshauptstadt Dresden und dem Amt für Kultur- und Denkmalschutz.
Anreise: Linien 1, 2, 3, 4, 7, 12, 62, 75 Pirnaischer Platz
Die Lesung ist barrierefrei zugänglich.



Sonnabend, den 13. Juli 2019, 19.00 Uhr im LeseGarten, Prießnitzstraße 56
Ulme, Olm und Ode
Sommerlesenacht des Literaturforums
Autoren des Literaturforums und ihre Gäste stellen ihre neuesten Texte vor
Ein gemeinsamer Literaturabend unter dem Walnußbaum an der rauschenden Prießnitz mit berauschenden Versen.

Zugesagt haben bisher: Manuela Bibrach, Kerstin Becker, Anne Seidel, Frank Norten, Patrick Wilden, Michael G. Fritz, Volker Sielaff, Patrick Beck.

Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit dem LeseGarten.
Gefördert durch die Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur- und Denkmalschutz.
Anreise: Linie 11, Pulsnitzer Straße
Eintritt: Frei!

 

Mittwoch, den 12. Juni 2019, 19:30 Uhr im Landhaus Dresden (Stadtmuseum,  Städtische Galerie), Wilsdruffer Str. 2
Lesungen im Landhaus
Literarische Alphabete
Der Huchelpreisträger Thilo Krause zu Gast bei den „Literarischen Alphabeten“
Er liest aus seinem Gedichtband „Was wir reden, wenn es gewittert“
Seine Gedichte sind Wahrnehmung und Konzentration, ein Meditieren beim Tun: beim Kochen, Spazieren oder Reisen. Bei aller Einfachheit der Worte sind Klang, Rhythmen und Bilder das, was aus der Beobachtung ein Gedicht macht: „Draußen blitzt es. / Drinnen hält sich träge der Sommer. / Dosen, Flaschen, Müll glimmen im Farn“. Mit dem in der Schweiz lebenden Thilo Krause ist eine besondere Stimme für die deutschsprachige Literatur zu entdecken. (Text: Verlag)
Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit den Museen der Stadt Dresden.
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur- und Denkmalschutz und der Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung.
Anreise: Linien 1, 2, 3, 4, 7, 12, 62, 75 Pirnaischer Platz
Die Lesung ist barrierefrei zugänglich.

Freitag, den 24. Mai 2019, 19.30 Uhr im Landhaus Dresden (Stadtmuseum, Städtische Galerie), Wilsdruffer Str. 2
Lesungen im Landhaus
Literarische Alphabete
Mit dem Schweizer Autor Jérôme Meizoz und der Übersetzerin Corinna Popp
„Der Junge“, die namenlose Hauptfigur im Roman „Den Jungen machen“ der Schweizers Autors Jérôme Meizoz, kann die Männlichkeitserwartungen seiner Lebenswelt nicht erfüllen. „Der Junge hat nie verstanden, um was es bei dieser Männlichkeit ging, von der seine Klassenkameraden wie besessen waren.“„Du bist kein richtiger Mann“, hört er immer wieder. Der Junge ringt mit sich, versucht, sich selbst einen Platz im Leben zu schaffen. Es gelingt ihm, sich selbst zu erziehen. Er richtet eine Blumenwohnung mit Arbeitsbett ein und gibt er eine Anzeige auf: „Jung und männlich, Massagen und mehr. Erfüllt diverse Wünsche, je nach Bezahlung. Ausschließlich Frauen. Kein Verkehr.“ Der Junge wird zum Therapeuten, um Schmerzen zu lindern, die letztlich tiefer liegende gesellschaftliche Ursachen haben. Der Roman ist letztlich eine Parabel über die verzweifelte Suche nach einem Sinn des Lebens.
Jérôme Meizoz wurde 1967 im Wallis geboren und ist dort aufgewachsen. Er schreibt auf französisch. „Den Jungen machen“ ist sein zweites Buch, das ins Deutsche übersetzt wurde.
Corinna Popp studierte an der Sorbonne in Paris Bühnenkünste und Deutsche Sprachwissenschaft. Heute arbeitet sie als Übersetzerin und als Dramaturgin.
Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit den Museen der Stadt Dresden.
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Landeshauptstadt Dresden und der Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung.
Anreise: Linien 1, 2, 3, 4, 7, 12, 62, 75 Pirnaischer Platz
Die Lesung ist barrierefrei zugänglich

 

Freitag, den 31. Mai 2019, 19:30 Uhr im Landhaus Dresden (Stadtmuseum,  Städtische Galerie), Wilsdruffer Str. 2
Lesungen im Landhaus
Literarische Alphabete
Der syrische Dichter Fouad EL-Auwad liest aus seinen Büchern, u.a. aus dem „Buch der Momente“
Von einem beeindruckenden inneren Reichtum getragen seien die Gedichte des 1965 inDamaskus (Syrien) geborenen Lyrikers Fouad EL-Auwad, schreibt der Schriftsteller undPhilosoph Fuad Rifka in seinem Vorwort zu EL-Auwads Buch "Das elfte Gebot". Seine Poesie ist keine der schlichten Aktualitäten, sondern überschreitet das Profane und wendet sich oft existenziellen Fragen zu. "Dein Gedicht", so Fuad Rifka über EL-Auwad, "findet seinen Weg zu Herz und Auge so leicht wie die Müdigkeit zum Schlaf." Im Jahre 2005 gründete der Dichter den deutsch-arabischen Lyriksalon, der im Literaturhaus München und später auch, auf Einladung des Goethe-Instituts, in Damaskus stattfand. Der gelernte Architekt EL-Auwad arbeitet zudem als Lehrbeauftragter für Architektur an der FHNeubrandenburg. 1987 gründete er die Gruppe "kan yama kan, es war einmal", die bei ihrenAuftritten arabische Musik und orientalische Erzählungen verknüpft. Fouad EL-Auwad lebt in Aachen und hat zahlreiche Bücher veröffentlicht, die meisten davonzweisprachig (Arabisch und Deutsch).
Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit den Museen der Stadt Dresden.
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und die Landeshauptstadt Dresden.
Anreise: Linien 1, 2, 3, 4, 7, 12, 62, 75 Pirnaischer Platz
Die Lesung ist barrierefrei zugänglich.



Dienstag, 19. März 2019, 20.00 Uhr, Buchhandlung Lesezeichen, Prießnitzstraße 56
poesie.premiere
Aus Mangel an Beweisen - Deutsche Lyrik 2008-2018
Mit Michael Braun und Volker Sielaff
Seit nunmehr 40 Jahren begleitet das Tandem Michael Braun und Hans Thill die zeitgenössische Poesie im deutschsprachigen Raum. Drei bahnbrechende Anthologien sind, in der Tradition von Walter Höllerers legendärer Lyriksammlung „Transit“, mittlerweile erschienen. Und jede nahm ein Jahrzehnt ins Blickfeld, versammelte, was es an maßgeblichen Stimmen in diesem Zeitraum gab: „Das verlorene Alphabet“ (1998), „Lied aus reinem Nichts“ (2010) und jetzt „Aus Mangel an Beweisen“ (2019).
„Selten hat man so geballt die ungemeine Vielstimmigkeit der deutsch-sprachigen Dichterszene bestaunen können“, schreibt die „Berliner Zeitung“ über Braun / Thills „Aus Mangel an Beweisen“. „Diese Anthologie konfrontiert das Radikalste und das Konservativste, Avantgarde da, Formstrenge dort“, meinen die Blogger vom gedichteblog. Michael Braun, einer der beiden namhaften Herausgeber und vielen bekannt als Kritiker von Deutschlandfunk und Neuer Zürcher Zeitung, hochdekoriert mit dem „Alfred Kerr Preis“ für Literaturkritik, stellt das gewichtige Buch nun in Dresden vor. An seiner Seite wird Volker Sielaff eigene und ausgewählte Gedichte aus der Anthologie lesen. Patrick Wilden wird beide in ein Gespräch über die Üppigkeit der modernen Poesie, die Tiefen und Untiefen der Literaturkritik und manches Andere ziehen.
Moderation: Patrick Wilden
Buchhandlung LeseZeichen in Kooperation mit dem Literaturforum Dresden e. V.
Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei!



Freitag, den 1. Februar 2019, 19.30 Uhr im Landhaus Dresden (Stadtmuseum, Städtische Galerie), Wilsdruffer Str. 2
Lesungen im Landhaus
Buntbarsch und Ballade Winterlesenacht des Literatuforums
Autoren des Literaturforums und ihre Gäste stellen ihre neuesten Texte vor

Zugesagt haben bisher: Jayne-Ann Igel, Patrick Wilden, Undine Materni, Iryna Fingerova, Andreas Paul, Michael Ernst und Volker Sielaff. Außerdem stellt Alexander Morawitz Texte des Dichters Michael Rom vor.

Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit den Museen der Stadt Dresden.
Anreise: Linien 1, 2, 3, 4, 7, 12, 62, 75 Pirnaischer Platz
Die Lesung ist barrierefrei zugänglich.

Eintritt: Frei!



2018

Dienstag, den 27. November 2018, 20 Uhr im Landhaus Dresden (Stadtmuseum, Städtische Galerie), Wilsdruffer Str. 2
Lesungen im Landhaus
LITERARISCHE ALPHABETE
Sudabeh Mohafez liest aus Ihrem Erzählungsbänden Behalte den Flug im Gedächtnis und zehn zeilen Buch.

Sudabeh Mohafez erzählt in diesen Geschichten vom Verschwinden und der Wiederkehr der Liebe, von Annäherungen über Sprachgrenzen hinweg und von Menschen, über die sonst nur selten und noch seltener so einfühlsam gesprochen wird. Eine Prosa von atemberaubender Rhytmizität!

Soudabeh Mohafez wurde in Teheran geboren. Im Alter von sechszehn Jahren zog ihre Familie nach West-Berlin. Heute lebt sie in Schwäbisch-Hall. Sie arbeitete im Bereich der Krisenintervention und der Anti-Gewalt-Arbeit. Ihr besonderes literarisches Interesse gilt, so schreibt sie "als Enkelin und Großnichte überzeugter Nationalsozialisten" vor allem "Fragen der NS-Tradierung, der transgenerationalen Traumaweitergabe und der daraus resultierenden psychischen und physischen Gewalt im innerfamiliären Umgang der zweiten, dritten und inzwischen bereits vierten Generation".Sie veröffentlichte die Romane "Gespräch in Meeresnähe" und "brennt".  "Kitsune" hingegen ist ein Buch mit drei Mikroromanen. Im "zehn zeilen buch" sind die Texte noch kürzer: Zweiundfünfzig ultrakurzen Geschichten, jeweils zehn Zeilen lang, jeweils in zehn Minuten geschrieben. "Behalte den Flug im Gedächtnis" vereint zahlreiche bisher verstreute Erzählungen in einem Buch.
Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit den Museen der Stadt Dresden.
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz.
Lesung und Gespräch auf Deutsch.
Anreise: Linien 1, 2, 3, 4, 7, 12, 62, 75 Pirnaischer Platz
Die Lesung ist barrierefrei zugänglich.



Donnerstag, den 16. August 2018, 20 bis ca. 23 Uhr, Bühne am Japanischen Palais, Palaisplatz 11, Dresden
Palais.Sommer 2018
Palais.Poesie
Auf der Open-Air-Bühne des Palais-Sommers lesen in diesem Jahr:
Róža Domašcyna, Lütfiye Güzel, Jörg Schieke und Moritz Gause.
Ein Abend mit Dichtkunst, der inzwischen kaum mehr wegzudenken ist aus dem sommerlichen Kulturkalender der Landeshauptstadt. Ein kleines Fest der Poesie im Barockgarten des Japanischen Palais. Einer der Höhepunkte des alljährlich stattfindenden, eintrittsfreien Palais-Sommers. Palais.Poesie ist ein poetisches Sommervergnügen aus Lesung und Performance, bei dem namhafte Dichter dem wandelnden, sitzenden oder liegenden Zuhörern im Park des Japanischen Palais ihre neuesten Gedichte vortragen. In den Pausen erklingt Live-Musik von Central Boom and Space mit Winterberg (electronics) und Mario Faust (Trompete und Sitar).

 

Freitag, den 7. September 2018, 19 Uhr im Deutschen Hygienesmuseum Dresden, Lingnerplatz 1
LITERARISCHE ALPHABETE
Der renommierte New Yorker Essayist Eliot Weinberger stellt zusammen mit seiner Übersetzerin Beatrice Faßbender sein soeben auf Deutsch erschienenes Buch "Vogelgeister" vor.

Die New York Times nennt ihn „einen der größten lebenden Essayisten der Welt.“ Und tatsächlich verblüfft der 1949 in New York City geborene Eliot Weinberger mit dem enormen Wissensfundus, aus dem er für seine bislang 16 Bücher schöpfte: Ob die Träume der Wikinger, das Liebesleben der Maulwürfe, die Gedächtnispaläste von Matteo Ricci, ausgestorbene Vögel in Neuseeland oder die Schrecken des Irakkrieges, er spart kein Thema dieser Welt aus und mischt sich mit politischen Essays und Kommentaren ein. Sein Prosagedicht What I heard about Iraq von 2005, im Wesentlichen eine Collage von Statements der US-Administration während des Irakkrieges, wurde zum Internet-Phänomen und daraufhin weltweit gelesen und aufgeführt. Auch Vogelgeister ist ein weltliterarisches Kompendium, das beständig Grenzen überschreitet und von wahren Geschichten handelt, so fabelhaft sie auch scheinen.
Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit dem Deutschen Hygienemuseum Dresden.
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz.
Lesung und Gespräch auf Deutsch.
Anreise: Linien 10, 13 Georg-Arnold-Bad, Linie 1, 2, 4, 12 Deutsches Hygiene-Museum
Die Lesung ist barrierefrei zugänglich. 

Donnerstag, den 14. Juni 2018, 20 Uhr im Landhaus Dresden (Stadtmuseum, Städtische Galerie), Wilsdruffer Str. 2
Lesungen im Landhaus
LITERARISCHE ALPHABETE
Kathy Zarnegin liest aus Ihrem Roman "Chaya" und Gedichte.

In den Wirren in der Islamischen Revolution schließen die Schulen im Iran. Die Eltern schicken Chaya, mitten in ihrer Pubertät, allein, ohne ihre beiden Schwestern, in die Schweiz, damit sie dort zur Schule gehen kann. Chaya notiert: „Und weg war die Kindheit.“ Chayas Leben widerspricht den Erwartungen ihrer Mutter: „Meine Enttäuschung über ihr Desinteresse an meinem Leben war so groß, dass ich anfing, sie zu hassen. … Kein Wort des Lobes, dass ich alles alleine … auf die Reihe bekommen hatte, die Schule zu absolvieren und in einem fremden Land Geld zu verdienen. Und wenn ich sie einmal auf ein Erfolgserlebnis von mir ansprach, sagte sie trocken und ernst, dass sie nie etwas anderes von mir erwartet hätte. Sie war nur darauf versessen, die Mängel in meinem Leben wahrzunehmen.“
„Chaya“ ist kein autobiographischer Roman, gleichwohl gibt es Schnittstellen mit dem Leben der Autorin. Auch Kathy Zarnegin wurde in Teheran geboren, auch sie zog in ihrer Jugend in die Schweiz. Sie studierte Philosophie, promovierte in vergleichender Literaturwissenschaft, ist ausgebildete Psychoanalytikerin und Psychotherapeutin und betreibt eine Praxis in Lebensorientierung. Außerdem ist sie nicht nur Mitbegründerin und Präsidentin des Internationalen Lyrikfestivals Basel, sondern auch Mitbegründerin des Lacan Seminar Zürich.
Trotz alldem hat Kathy Zarnegin noch Zeit, Gedichte zu schreiben: „Und in der Mitte, weisst Du noch, / knäuelte sich / jedes Mal / mein Vollmondleib, / als Du mich nanntest: / mein Goldstein.“ oder "Küss mich tot und blau“.
Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit den Museen der Stadt Dresden.
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz und der Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung.
Lesung und Gespräch auf Deutsch.
Anreise: Linien 1, 2, 3, 4, 7, 12, 62, 75 Pirnaischer Platz
Die Lesung ist barrierefrei zugänglich.


Donnerstag, den 28. Juni um 20 Uhr im Landhaus Dresden (Stadtmuseum, Städtische Galerie), Wilsdruffer Str. 2
Lesungen im Landhaus
LITERARISCHE ALPHABETE
Viktor Kalinke stellt das Zhuangzi und das Daodejing vor.

Eine Zikade und ein Täubchen sagen: „Wenn wir uns aufraffen und fliegen, dann landen wir auf den Zweigen einer Ulme oder eines Sandelholzbaumes; manchmal, wenn wir sie nicht erreichen, purzeln wir auf die Erde und das war's. Wozu neunzigtausend Li in die Höhe aufsteigen und nach Süden fliegen?"
Im deutschen Sprachraum existiert bis heute keine vollständige Übersetzung des Zhuangzi aus dem Chinesischen. Die Rezeption hierzulande wurde von der Ausgabe aus dem Jahr 1912 von Richard Wilhelm dominiert, der den Text um ein Drittel gekürzt und an vielen Stellen verfälscht hat. Das daoistische Denken, das auch im Westen in den letzten Jahrzehnten eine Belebung erfahren hat, stützte sich im deutschsprachigen Raum bislang auf eine völlig unzureichende Textgrundlage. Diese Lücke wird von Viktor Kalinke geschlossen. Im Ergebnis eines siebenjährigen Editionsprojekte ist eine zweisprachige, jetzt schon legendäre Referenzausgabe entstanden, die auch im deutschsprachigen Raum endlich einen verlässischen Einstieg und Zugang zum Daoismus verschafft.
Die Laozi zugeschriebene Aphorismensammlung Daodejing entstand vermutlich zu Ende des 4. Jahrhunderts v. Chr. als Meditationsgrundlage für philosophische Schulen.
Das Daodejing entstand in einer politischen Wendezeit. Während sich die autoritären Lehren des Konfuzius als Staatsideologie durchsetzten, deren Kenntnis von den Beamten gefordert wurde, war das Daodejing dank seiner vieldeutigen Metaphorik und subversiv-kritischen Aussagen der heimliche Klassiker der gelehrten Beamten. Das Faszinierende des Daodejing besteht in einer einzigartig anmutenden Bündelung kosmischer, seelischer und gesellschaftlicher Zusammenhänge, die mit Recht als unio mystica bezeichnet werden kann.
Laozi (Schreibweisen: Lao tse, Lao-tse, Lao tzu, Laudse) ist ein legendärer chinesischer Philosoph, der der Sage nach ein älterer Zeitgenosse des Kongzi (Konfuzius) gewesen sei und als königlicher Schrifthüter gearbeitet habe. Die Schilderung eines Treffens, bei dem Kongzi (5. Jh. v. Chr.) von Laozi über die Riten belehrt, findet sich bei Zhuangzi und gilt als phantasievolle Erfindung ohne historischen Gehalt. Auch die „Biographie“ des Laozi, die der chinesische Hofhistoriker Sima Qian (2. Jh. v. Chr.) wiedergibt, beruht auf Gerüchten. Ob je ein Mann namens „Laozi“ (wörtlich: „Alter Meister“) gelebt hat, wird von der Forschung bezweifelt.
Viktor Kalinke: geb. in Jena, Studium der Psychologie und Mathematik in Dresden, Leipzig und Beijing (Peking), Kreativitäts-Preis der Hans-Sauer-Stiftung, Mitbegründer der Edition + Galerie Erata, Promotion, Professur, lebt in Leipzig.
Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit den Museen der Stadt Dresden.
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz..
Lesung und Gespräch auf Deutsch.
Anreise: Linien 1, 2, 3, 4, 7, 12, 62, 75 Pirnaischer Platz
Die Lesung ist barrierefrei zugänglich.

Donnerstag, den 26. April 2018, 19 Uhr im Deutschen Hygiene-Museum Dresden, Lingnerplatz 1
LITERARISCHE ALPHABETE
Bachtyar Ali liest aus seinem Roman "Die Stadt der weißen Musiker"
Als man dem kleinen Dschaladat die Flöte zum ersten Mal in die Hand drückt, entlockt er ihr sofort Klänge, die alle verzaubern. Der alte Sufi Ishaki Lewzerin nimmt ihn und seinen Freund in die Berge mit, um sein geheimes Wissen weiterzugeben. Als der Krieg und die Bombardements beginnen, wandern die drei Flötisten von Dorf zu Dorf. Schließlich wird er von einem Offizier tödlich verwundet und zugleich gerettet. Untergetaucin einer riesigen, namenlosen Stadt der Bordelle muss Dschaladat im Freudenhaus "Die weiße Orange" die wahre Kunst der Musik wieder verlernen, um nicht aufzufallen.
Die beiden großen Romane Bachtyar Alis, "Der letzte Granatapfel" und "Die Stadt der weißen Musiker", auf Deutsch im Unionsverlag Zürich erschienen, erinnern an die große orientalische Erzähltradition und schildern auf hochpoetische Weise eine unbekannte Welt: das Schicksal der irakischen Kurden. Bachtyar Ali wurde 1966 in Sulaimaniya (Nordirak) geboren. 1983 geriet er durch sein Engagement in den Studentenprotesten in Konflikt mit der Diktatur Saddam Husseins. Er brach sein Geologie-Studium ab, um sich fortan der Poesie zu widmen. Sein erster Gedichtband, "Sünde und Karneval", erschien 1992. Im Herbst 2017 erhielt er den Nelly-Sachs-Literaturpreis der Stadt Dortmund.
Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit dem Deutschen Hygienemuseum Dresden.
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz.
Lesung und Gespräch auf Deutsch.
Anreise: Linien 10, 13 Georg-Arnold-Bad, Linie 1, 2, 4, 12 Deutsches Hygiene-Museum
Die Lesung ist barrierefrei zugänglich. 

 

Mittwoch, den 14. März 2018, 19 Uhr in der SLUB (Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden), Veranstaltungssaal, Zellescher Weg 18, Dresden
LITERARISCHE ALPHABETE
Passagen Gespräche: Forum für neues politisches Denken
Alain Badiou im Gespräch mit Peter Engelmann
In der aktuellen Situation, in der die sozialen Unterschiede immer größer werden, in der Europa zu zerfallen droht und die Krise der parlamentarischen Demokratien die Menschen immer mehr den populistischen Parteien in die Hände treibt, fragen wir nach gesellschaftlichen Alternativen jenseits der etablierten politischen Programme und Institutionen. Peter Engelmann spricht mit dem französischen Philosophen Alain Badiou über die Ursachen von Armut, Migration, Terrorismus und den wiedererwachenden Nationalismus in Europa. Im Mittelpunkt der Diskussion steht Alain Badious Lösungsvorschlag und damit die Bedeutung der Philosophie für ein Umdenken und einen radikalen Bruch mit der Logik der gegenwärtigen Welt.
Alain Badiou ist Philosoph, politischer Aktivist, Mathematiker und Literat. Er zählt zu den bedeutendsten und meist diskutierten philosophisch-politischen Denkern der Gegenwart und ist Verfechter der Idee des Kommunismus. Alain Badiou leitete die philosophische Fakultät der École normale supérieure in Paris.
Peter Engelmann ist Verleger, Philosoph und Herausgeber zahlreicher Texte der französischen Philosophen der Postmoderne und Dekonstruktion.
Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden und dem Passagen Verlag Wien.
Gefördert von der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz und durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.
Gespräch auf Französisch und Deutsch. Dolmetscher: Ralf Tauchmann.
Anreise: 61 (Haltestelle Staats- und Universitätsbibliothek), Linie 66 (Haltestelle Technische Universität/Fritz-Foerster- Platz), Linie 11 (Haltestelle Zellescher Weg). Die Lesung ist barrierefrei zugänglich.
Die Lesung ist barrierefrei zugänglich.

 

Sonntag, den 18. Februar 2018, 17-19 Uhr Container des Staatsschauspiel Dresdens auf dem Postplatz
Erinnern & Vergessen – #WOD Kulturfestival in Containern
poesie.labor // Leseabend des Literaturforums
"dann geraten wir / in verschiedene Gedichte / sind verstreut über / die Kontinente“
Autor*innen des Literaturforums Dresden und Gäste stellen ihre neuesten Texte vor.
Vom 10. bis zum 19. Februar 2018 stehen die gelben Container der Dresdner Kulturschaffenden auf dem Theaterplatz, Postplatz, Altmarkt und Neumarkt, öffentliche Plätze Dresdens, die historisch oft Schauplätze von Zerstörung und anderen Formen der Feindlichkeit waren. Aus Anlass des Gedenkens an die Zerstörung Dresdens 1945 geht es unter dem gemeinsamen Thema ‚Erinnern & Vergessen‘ um das Verhältnis von Geschichte, Gegenwart und Zukunft, um Veränderungen des Gedenkens und die Möglichkeit, Freiheit, Identitäten und Diversität in Vergangenheit und Gegenwart zu reflektieren und diese wichtigen Plätze der Stadt als Orte des Dialogs zu erleben.
Das vollständige Programm des Festivals finden Sie hier: https://weltoffenesdresden.wordpress.com/blog/
Anreise: Postplatz
Die Lesung ist barrierefrei zugänglich.
Eintritt: Frei!

 

Mittwoch, den 7. Februar 2018, 20 Uhr im Landhaus Dresden (Stadtmuseum, Städtische Galerie), Wilsdruffer Str. 2
Achtung! Diese Veranstaltung muss leider abgesagt werden. Ein Nachholtermin wird gesucht.
Lesungen im Landhaus
LITERARISCHE ALPHABETE
Lütfiye Güzel (Berlin)
"von außen kommt nix / von innen geht nix / & am Ende / entsteht dann / so was hier“
Das steht auf dem Einband von Lütfiye Güzels Gedichtband „hadi hugs“. Hadi ist türkisch und heißt so viel wie „los / mach schon / auf geht‘s“ und hugs ist englisch für Umarmungen. Geschrieben ist der Gedichtband „für die traurigen“. Nichts verbirgt Lütfiye Güzel in ihren Gedichten, klar und offen schreibt sie von der leeren Automatik des Alltags, vom Widerstand gegen den Zwang, funktionieren zu müssen. Jedes ihrer Gedichte ist eine Umarmung, spendet Kraft, selbst Zeilen wie: „der müll macht mir sorgen / weil die Mülltonnen im Keller stehen und ich / angst habe dass mich der nachbar sieht / beim runter- und aufsteigen der kellertreppe“ oder „das fenster steht auf der kippe und / auch sonst alles“ oder „widerspruch / weg vom sogenannten Leben das mich/ immer knapp verfehlt“.
Lütfiye Güzel wurde 1972 in Duisburg geboren und veröffentlicht seit 2014 Notizen, Novellen, Gedichte und Selbstgespräche unter ihrem eigenen Label Go-Güzel-Publishing. Im Mai 2014 wurde Lütfiye Güzel mit dem Fakir Baykurt Kulturpreis der Stadt Duisburg ausgezeichnet, im November 2017 mit dem Literaturpeis Ruhr. Ihr Lyrik-Projekt "Elle-Rebelle" (Gedichte auf losen Handzetteln) ist im August 2017 erschienen. Im Moment arbeitet sie an ihrem neuen Buch "Nix Meer".
Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit den Museen der Stadt Dresden.
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz. Lesung und Gespräch auf Deutsch.
Anreise: Linien 1, 2, 3, 4, 7, 12, 62, 75 Pirnaischer Platz
Die Lesung ist barrierefrei zugänglich.

 

 

 

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