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Die Reihe Literarische Alphabete wird gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen aus Steuermitteln des Freistaates Sachsen. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes. Gefördert von  der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz. Logo KSS
 

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Montag, 6. Dezember, 19:30 Uhr im Landhaus Dresden (Stadtmuseum,  Städtische Galerie), Wilsdruffer Str. 2
Lesungen im Landhaus
Literarische Alphabete
Ingo Elbe (Oldenburg) liest aus "Gestalten der Gegenaufklärung - Untersuchungen zu Konservatismus, politischem Existentialismus und Postmoderne"
Die gegenwärtige Zerstörung der Vernunft reicht tiefer und ist weiter fortgeschritten, als viele glauben. Auch im Lager derer, die heute ‚fake news‘ und Rechtspopulismus anklagen, gibt es philosophische und gesellschaftstheoretische Positionen, die dem Irrationalismus der kritisierten Rechten in nichts nachstehen. Oft sind die theoretischen Quellen beider Seiten identisch – es sind Denker wie Nietzsche, Schmitt oder Heidegger, auf die man sich hier wie dort positiv bezieht. In Uniseminaren und Thinktanks, bei Antirassismus-Trainings und Integrationsbeauftragten, in Medien und bei Politaktivisten verschiedenster Couleur hat sich eine ideologische Querfront formiert. Demonstrativ bekämpft man die rationalistischen Grundmotive der Aufklärung und beschwört ein numinoses ‚Heterogenes‘ oder ‚Anderes‘: das Individuum wird in repressiven Kollektiven, Affektströmen oder einem Machtgeschehen aufgelöst, dem höchstens noch ein antiegalitärer, aristokratischer Individualismus herrschender Eliten oder Diskursingenieure zur Seite gestellt wird. Der Band versammelt Aufsätze zur Kritik konservativer, politexistentialistischer und postmoderner politischer Philosophie und beleuchtet auch antisemitische Tendenzen in diesen Denkströmungen.
Ingo Elbe ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Privatdozent am Institut für Philosophie der Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg. 2008 promovierte er über die Marx-Rezeption in der Bundesrepublik (Marx im Westen, 2. Aufl., Berlin 2010). Habilitation mit der Arbeit Paradigmen anonymer Herrschaft. Politische Philosophie von Hobbes bis Arendt (Würzburg 2015)
Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit den Museen der Stadt Dresden.
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes. Gefördert von der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur- und Denkmalschutz.der Landeshauptstadt Dresden.
Anreise: Linien 1, 2, 3, 4, 7, 12, 62, 75 Pirnaischer Platz
Die Lesung ist barrierefrei zugänglich.
Eintritt: 6 / 4  Euro. Der Eintritt für Studenten ist frei.


Dienstag, 7. Dezember, 19:30 Uhr im Landhaus Dresden (Stadtmuseum,  Städtische Galerie), Wilsdruffer Str. 2
Lesungen im Landhaus
Literarische Alphabete
Utz Rachowski liest aus
„Es fielen die schönen Bilder“ sowie Erzählungen, Essays und Gedichte
Utz Rachowski, geb. 1954 in Plauen/Vogtland – was für eine Biografie, was für ein literarisches Werk!
Mit siebzehn Jahren wird Utz Rachwoski wegen der Gründung eines Philosophieclubs von der Oberschule relegiert. Er findet Arbeit als  Bahnhofsarbeiter, Elektromonteur, dann Grundwehrdienst, Abitur. Ein kurzes Medizinstudium in Leipzig schliesst sich an. 1980 dann die Verurteilung zu 27 Monaten Gefängnis wegen fünf seiner Gedichte und Verbreitung verbotener Literatur (Wolf Biermann, Jürgen Fuchs, Reiner Kunze, Gerulf Pannach). Ausbürgerung aus der DDR im November 1980.
Das sind nur die äußeren Lebensdaten. Wenn man wissen will, was das alles wirklich bedeutet, muß man seine Bücher lesen. Aber Rachowski ist keiner, der auf den Putz haut, sondern ein leiser und intensiver Beobachter des Lebens. Kritisch gegenüber blindem Gehorsam, den es zu allen Zeiten gab und gibt. 
Die Bundesrepublik kauft ihn frei, die Jahre in Westberlin und Göttingen waren nicht seine Wahl. 1992 geht er zurück in seine Heimatstadt, Reichenbach im Vogtland, wo er heute wieder lebt. Als freier Autor mit Nebenberufen.
Zahlreiche Bücher sind von Utz Rachowski erschienen: Namenlose (1993), Red’ mir nicht von Minnigerode (2006), Beide Sommer (2011), Miss Suki oder Amerika ist nicht weit! (2013, polnisch 2015), Die Dinge, die ich vergaß. Gedichte aus fünf Jahrzehnten (2018), Poesiealbum 339 (2018), Die Lichter, die wir selbst entzünden. Essays (2019), Unverschuldete Teilnahme (dt.-poln. 2021), Spaziergänge mit Miss Suki. Ein Poem (dt.-poln. 2021). Reiner-Kunze-Preis 2007. Nikolaus-Lenau-Preis 2014. Prosa-Preis der Society for Contemporary American Literature in German (USA 2017), Alfred-Müller-Felsenburg-Preis f. aufrechte Literatur (2020), Lisa-u.-Robert-Kahn-Lyrikpreis (USA 2021).
Jetzt gibt es ein neues Buch von ihm: den Gedichtband „Es fielen die schönen Bilder“, aus dem er lesen wird.
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes. Gefördert von der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur- und Denkmalschutz.der Landeshauptstadt Dresden.
Anreise: Linien 1, 2, 3, 4, 7, 12, 62, 75 Pirnaischer Platz
Die Lesung ist barrierefrei zugänglich.
Eintritt: 6 / 4  Euro.


Neuer Termin: Montag, 24. Januar, 19:30 Uhr im Landhaus Dresden (Stadtmuseum,  Städtische Galerie), Wilsdruffer Str. 2
Lesungen im Landhaus
Literarische Alphabete
„Séptimas“ und „So schmeckt ein Stern“
Klaus Anders liest Gedichte und Übersetzungen

Mit seinem neuen Gedichtband „Séptimas“ erweist sich der 1952 geborene Lyriker und Übersetzer Klaus Anders als ein Meister der kurzen Form. Vom Vierzeiler über das dreizeilige japanische Haiku bis zu den Siebenzeilern von Klaus Anders: der Minimalismus, die konzentrierte Verknappung greifen, im Morgen- wie im Abendland, auf eine große Tradition zurück.
In Anders`Dichtung geht es um das genaue Beobachten, das Anschauen der Dinge dieser Welt und nicht zuletzt um die Vergänglichkeit. Erst aus dem Bewußtsein der Vergänglichkeit kann echte Wertschätzung alles Lebendigen erwachsen. Wer sich in Gelassenheit üben möchte, sollte die Dichtung von Klaus Anders kennenlernen, in der auch immer wieder die stille Kraft der Natur beschworen wird. Kein Wunder, denn Klaus Anders ist selbst Gärtner.
Seine „Séptimas“ sind großartige poetische Wahrnehmungsminiaturen, die auf alles Spektakuläre und Hochgeschraubte pfeifen.
Aber der Dichter ist zugleich auch ein renommierter Übersetzer, insbesondere aus dem Norwegischen. So wird Klaus Anders an diesem Abend auch seine Anthologie „So schmeckt ein Stern – Norwegische Lyrik des 20. Jahrhunderts“ sowie die Gedichte des norwegischen Dichters Olav H. Hauge vorstellen.
Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit den Museen der Stadt Dresden.
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes. Gefördert von der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur- und Denkmalschutz.der Landeshauptstadt Dresden.
Anreise: Linien 1, 2, 3, 4, 7, 12, 62, 75 Pirnaischer Platz
Die Lesung ist barrierefrei zugänglich.


Verlegt auf 2021, 19:30 Uhr im Landhaus Dresden (Stadtmuseum,  Städtische Galerie), Wilsdruffer Str. 2
Lesungen im Landhaus
Literarische Alphabete
Kinga Tóth (Sárvár / Ungarn und Berlin) liest aus „Maislieder“
Kinga Tóth ist eine deutsch-ungarische Autorin, die spartenübergreifend arbeitet und für ihre Live-Performances bekannt ist. Sie trägt ihre lyrischen Texte häufig mit Soundunterstützung vor, hat einige ihrer Gedichtbände selbst illustriert und ist Songschreiberin und Frontfrau des Tóth Kína Hegyfalu-Projekts. Für die Musikprojekte 33 astral bodies und Tuning Ballerina war sie als Sängerin und Texterin tätig. Kinga Tóth schreibt Gedichte, Kurzgeschichten und Theaterstücke.
Zuletzt erschienen von ihr die Gedichtbände „Party“ (Parasitenpresse Köln, 2019) und „Maislieder“ (mit Grafiken der Autorin in der Edition Thanhäuser, 2020). Für ihr literarisches Werk erhielt Kinga Tóth in diesem Jahr den Förderpreis zum Hugo-Ball-Preis.
Kinga Tóth wurde 1983 in der westungarischen Stadt Sárvár geboren, hat Sprachwissenschaften studiert und unterrichtet neben ihrer schriftstellerischen Arbeit Deutsch und deutsche Literatur. Sie ist Mitglied der József-Attila-Kreises für junge Schriftsteller.   

Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit den Museen der Stadt Dresden.
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes. Gefördert von der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur- und Denkmalschutz.der Landeshauptstadt Dresden.
Anreise: Linien 1, 2, 3, 4, 7, 12, 62, 75 Pirnaischer Platz
Die Lesung ist barrierefrei zugänglich.
Eintritt: 8 Euro / 6 Euro